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Björns Blog

04.05.2017: Österreich - I mog di!

Ausgeruht nach fast drei Wochen Pause ging es in den Endspurt. Auf zur letzten Österreich-Tour, die noch einmal nahezu alle Konzert-Formate beinhaltet hatte.
Los ging es im wunderschönen Mariendom zu Linz. Also ein "Unplugged"-Konzert. Und wie schon im vergangenen Jahr zur gleichen Zeit war es wieder Arschkalt. grins Ich konnte teilweise meinen Atem sehen beim Singen. Die lange Unterhose war also nicht umsonst im Koffer. Von den Temperaturen her, hatte es das Publikum etwas besser. Immerhin kann man als Zuschauer seine dicke Jacke anlassen und weitestgehend waren die Sitzbänke mit Heizungen ausgestattet. Aber wann kann man schon mal sagen: „Gehen Sie in der Pause raus, um sich aufzuwärmen“?!
Nach einer doch relativ langen Spiel-Pause ist es immer gut, vor dem Konzert noch einmal Texte durchzugehen, da manche Dinge nicht mehr so automatisch sitzen. So bin ich kurz vor dem Auftritt noch mal „Kleine Männer“ durchgegangen und hatte gleich mehrere komplette Blackouts. Zum Glück ging dann im Konzert aber alles gut. Keine Ahnung, was passiert wäre, wenn ich das vorher nicht gemacht hätte. Vielleicht so wie Sari, dem jemand aus dem Publikum helfen musste bei der dritten Strophe von "Wir werden euch vermissen". Da standen wir alle auf dem Schlauch! :D
Spannend im Linzer Dom war außerdem der immens lange Nachhall von fast neun Sekunden. So hat man, ob man will oder nicht, bei jedem Schlussakkord die Möglichkeit zu überprüfen, ob er gestimmt hat oder eben nicht.

Salzburg war einer der wenigen Konzertorte, in dem ich trotz der kurzen Zeitbei den Wise Guys sogar schon das dritte Mal aufgetreten bin. Bisher kannte ich das Salzburger Publikum als etwas zurückhaltend und nicht ganz so enthusiastisch. Das wollten die Salzburger scheinbar nicht auf sich sitzen lassen. Die Stimmung war grandios, oder „mega“, wie man heute ja wieder zu sagen pflegt. So viele Menschen haben in Salzburg sicher noch nie bei der dritten Nummer gestanden und getanzt.
Witzige Nebenstory: Dän hatte kurz vor dem Auftritt den Caterer gefragt, ob wir dann für das Show-Ende ein paar Biere haben könnten. Keine Ahnung, ob es an der Sprachbarriere lag, aber unmittelbar vor dem Auftritt kam ein Kellner und brachte uns ein (!) frisch gezapftes Bier. Na gut, haben wir das eben brüderlich geteilt. Das war aber noch nicht alles. Während der zweiten Hälfte wurde dann ein Kasten Bier in die Garderobe gebracht. So weit, so gut. Allerdings waren fast alle Flaschen bereits geöffnet worden. Also doch ein kleiner schaler letzter Eindruck von Salzburg. zwinker

In Graz gab es dann wieder ein Stehkonzert. Die Stimmung war wie immer großartig. In Graz scheinen die Menschen aber auch besonders viel Spaß zu haben - teilweise offenbar durch den verstärkten Konsum von Alkohol. Bei allen drei Konzerten im Orpheum mit den Wise Guys waren im Afterglow überdurchschnittlich viele Menschen zugegen, die nicht mehr ganz Herr (oder Frau) ihrer Zunge waren. Das ist mir so massiv sonst nirgends aufgefallen. :D

Zum Abschluss waren wir noch einmal im wunderschönen Konzerthaus zu Wien - dem Aufzeichnungsort der letzten WG-Live-DVD. Das Nachmittagskonzert war wie immer etwas verhaltener in Bezug auf die Stimmung. Diesmal waren aber auch wieder besonders viele Kinder im Publikum. Zum Lied „Ein Engel“ hat Dän die Geschichte erzählt, dass mal eine Mutter im Afterglow zu ihm gekommen ist und ihm von ihrem schwer pubertierenden Sohn erzählt hat, mit dem sie es momentan nicht immer leicht habe. Nach dem Lied „Ein Engel“ hätte ihr Sohn dann aber gesagt: „Mami, das Lied haben die nur für dich gesungen.“ Witzigerweise kam diesmal im Afterglow jemand zu Dän und sagte: „Mein Sohn hat das Gleiche heute zu mir nach „Du Doof“ gesagt“. Schön, wenn Kids/Jugendliche Humor haben!
Das Abendkonzert war dann stimmungsmäßig der absolute Hammer. Es ist ja wohl ihn Konzerthaus bei den Wise Guys schon immer so, dass gegen Konzertende immer mehr Zuschauer von ihren Sitzen aufstehen und sich vor die Bühne stellen. Ich glaube, dass dieser Moment nie zuvor so früh im Konzert war. Dadurch wurde es echt ganz schön emotional hintenraus. Mittlerweile scheint der Punkt gekommen, an dem immer mehr die Sentimentalität über das nahende Ende in den Vordergrund rückt. Auch bei uns auf der Bühne. Damit einher geht bei mir aber auch die Vorfreude auf die Alten Bekannten und der große Wunsch, die tollen Konzertorte wie das Grazer Orpheum oder das Wiener Konzerthaus irgendwann auch mit der neuen Band bespielen zu können.

Wie gut, dass wir kommende Woche mit den Alten Bekannten eine Kreativ-Woche machen und weiter an der Zukunft arbeiten! Ich freu mich drauf.

Liebe Grüße und ba-ba

Björn

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