Auf der Jagd nach Inspiration

Die neue Fotostory!!!


Ab Freitag gehen wir wieder ins Studio und fangen damit an, unser neues Album aufzunehmen, das im Mai 2006 erscheinen wird. Ein paar Songs ("Weltmeister", "Denglisch", "Feierabend" etc.) kennen ja manche von Euch schon. Trotzdem taucht in diesen Tagen immer wieder die Frage auf, wie wir denn eigentlich auf die Ideen für unsere Songs kommen. Diese Frage haben wir zwar schon häufig beantwortet, jedoch noch nie so konkret bebildert. Deswegen hier in ungewohnter Schärfe und Auflösung: Das Geheimnis unserer Jagd nach der Inspiration!!!!

Bei der Sammlung von Songideen ist es besonders wichtig, professionell vorzugehen. Als Künstler darf man sich keinesfalls von möglichen privaten Tiefschlägen beeinflussen lassen. Sari hat uns dies besonders tapfer vorgelebt, als er im Januar die Trennung von unserem Lichttechniker Mike Steinbrecher...


...auf einer Pressekonferenz in Slubice/Polen bekanntgab und vorbildlich Haltung bewahrte.
Offizieller Trennungsgrund: "Undifferenzierbare Überbrückungen", doch munkelte man recht offen, in Wahrheit sei die Beziehung gescheitert an Mikes etwas zu gutem Verhältnis...


....zu unserem Tontechniker Igor Kavulek. Aber auch Sari blieb nicht lange Single, sondern versuchte gleich mit Elan, neue Inspiration für potenzielle Liebeslieder zu finden...


...was ihm auch umgehend gelang.

In der Zwischenzeit hatte Eddi in einer Fachzeitschrift für Psychologie gelesen, dass man auf der Suche nach guten Song-Ideen auch einfach in sein Unterbewusstsein abtauchen kann. Dieser Ratschlag erwies sich jedoch leider als...


...ausgesprochen wenig effektiv.
Eddi beschloss daraufhin, sich in die Einsamkeit der Berge zurückzuziehen, wurde dabei jedoch immer wieder von lästigen Touristen gestört, die mit ihm unbedingt...


...ein Foto machen wollten. Ferenc kam der Sache wesentlich näher: Auf der Suche nach Inspiration für ein Lied über Einsamkeit gelang es ihm, seine charmante, aber störende Begleiterin mental wegzuretuschieren,....


....und seitdem fühlt er sich dauerhaft einsam.
Sari und Clemens, deren Verhältnis in der Zwischenzeit auch schon wieder merklich abgekühlt war, wagten sich in die Öffentlichkeit, um gute Ideen für ihren Superhit "Jetzt geht's um die Wurst"....


....am offensichtlich noch lebenden Objekt zu testen. Mahlzeit!

Es war inzwischen Mitte Mai geworden, aber gerade, was unseren Umgang mit den Medien anging....


....herrschte wieder einmal eisiges Schweigen. Unglücklicher Weise nervte Sari uns permanent mit seiner Idee, auf dem neuen Album mal "irgendwas Kulinarisches" musikalisch zu verabeiten, denn er nutzte jeden Restaurantbesuch,...


...um uns die komplette Speisekarte vorzusingen.
Wir begannen, uns ernsthaft Sorgen zu machen. Und zwar um die anderen Restaurantgäste.

Wie sollten wir bloß noch an Inspiration kommen? Wehmütig dachten wir an die späten Achtziger zurück, als die Themen für unsere Songs uns geradewegs zuflogen, z.B. bei unserem Superhit "Die fliegende Eistüte":


Oder die Phase Mitte der Neunziger, als die Themen gewissermaßen auf der Straße lagen, wie bei unserem Überraschungshit (bzw. Überraschung-Shit) vom gelangweilten Geflügelmann...


...."Heinrich Huhn hat nich' genug zu tun" (erschienen bei KFC-Records, Best.-Nr.08/15).
Aber sogar für unser im November erschienenes Album "Wo der Pfeffer wächst"....


...hatten wir uns nicht besonders anstrengen müssen.

Jetzt hingegen war irgendwie der Wurm drin: Wir überlegten, ob wir nicht ein Lied über einen Fußballverein schreiben sollten...


...aber uns wollte einfach keiner einfallen.

Schließlich schaltete sich zum Glück unsere persönliche Farblehrerin ein. Sie riet uns, wir sollten an den Tagen, an denen wir nur fröhliche Songs schreiben wollten....


...auch ausschließlich farbenfrohe Klamotten tragen und nur grinsend durch die Gegend laufen; wenn wir uns jedoch den traurigen Balladen widmen wollten, solle sich das in gedeckter Kleidung und.....


....finsteren Mienen niederschlagen. Das funktionierte ganz hervorragend.

Der erste Schritt war gemacht. Von jetzt an konnte es mit unseren Song-Inspirationen nur noch in eine Richtung gehen:


Aufwärts!!! Drei von uns dachten spontan an den Songtitel "Da ist ein Licht am Ende...


...des Aufzugs!"

Ein durchaus viel versprechender Ansatz.

Ähnlich reizvoll die Idee von Sari, die Szene "Ich bin der König der Welt" aus dem "Titanic"-Film als musikalische Ein-Mann-Revue...


....auf die Bühne zu bringen.

Plötzlich war der Knoten geplatzt. Ein Stimmungslied über...


"Die Prinzensuite unseres Luxushotels" war ebenso schnell fertig komponiert wie....


...Eddis Aufstiegs-Ballade mit dem Arbeitstitel "Der steile Weg nach oben".

Da war sie endlich: Die totale Inspiration! Auf einmal konnten wir uns die Bälle gewissermaßen....


....nach Belieben zuspielen. So entstand schon am nächsten Tag der Roadmovie-Countrykracher...


..."Ohne Pass über'n Pass" in der Pass-Par-Tout-Version.

Weitere Songs sind in Arbeit, beispielsweise über das...


....korrekte und vorbildliche Verhalten an der Tanke, wenn es ums Zapfen geht. Da kann man nämlich viele Fehler machen. Gerade im Winter.

Ein weiteres winterliches Lebenshilfe-Songthema wäre die Gefahr durch fehlerhafte Anwendung...



...von Schneebällen. Damit kann man sicherlich ebenfalls vielen Menschen helfen.

Trauriger wird natürlich das Lied...


....über die einbeinigen Möwen von Friedrichshafen.

Wir wissen also zur Zeit vor lauter Inspiration kaum, wo wir uns lassen soll. Einen Haken hat das Ganze allerdings doch:


Zuviel Inspiration gefährdet....


...die Tischmanieren. Da könnte man eigentlich mal einen Song drüber machen.

Ende



 
 
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