mehr KontrastKontrast
SchriftgrößeAAA

Die wahren Helden

MUSIK & TEXT: DANIEL „DÄN“ DICKOPF

Fünf Uhr morgens. Sie schleppt sich zum Bus.
Sie fühlt sich krank, doch sie weiß genau: Sie muss.
Sie ist Krankenschwester auf der Intensivstation.
Und die Patienten warten schon.
Er gehört im Altenheim zum Pflegepersonal.
Sein Tagesdienstplan ist hektisch und brutal.
Doch so gut es geht, nimmt er sich für jeden Zeit
und hält für alle ein Lächeln bereit.
Selten Lob, wenig Kohle, kein Glamour und kein Glanz,
doch das Herz am rechten Fleck, und zwar voll und ganz.

Ihr seid die wahren Helden,
auch wenn euch niemand applaudiert.
Ihr seid die wahren Helden,
weil ohne euch nichts funktioniert.
Das Baby schreit. Die große Schwester weint.
Der Blick zum Hof, in den die Sonne nie scheint.
Mama kocht Nudeln, mehr war heut' nicht drin,
und sie sagt doch voller Stolz: „Wir kriegen das schon hin!“
Der Vater weg, ganz plötzlich abgehaun.
Sie schafft's, den Kleinen eine Welt zu baun,
in der sie Liebe und Vertrauen spüren,
und sie durch diese harte Zeit zu führen.
Einen Schritt vorm Abgrund, am Ende ihrer Kraft.
Oft weiß sie selbst nicht, wie sie's schafft.

Ihr seid die wahren Helden…

Er pflegt den Vater, und das seit Jahren schon.
An jedem einzelnen Tag, kein Dankeschön als Lohn.
Ihn mal zu pflegen, war für ihn immer klar,
auch wenn ihr Verhältnis mehr als schwierig war.
Jetzt geht er mit ihm durch seine letzte Zeit
und nennt das eine Selbstverständlichkeit.

Ihr seid die wahren Helden…

Wahre Helden gibt es überall, doch sicher nicht
in Hochglanzmagazinen und im hellen Rampenlicht,
auch nicht auf der Leinwand und nicht bei RTL,
doch sie sind viel stärker und verschwinden nicht so schnell.

Denn die wahren Helden sehn in Wirklichkeit ganz anders aus.
Die wahren Helden wachsen täglich über sich hinaus.

Seite zurück