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Es tut so weh

Text und Musik: Daniel "Dän" Dickopf
Arrangement: Edzard Hüneke

Erst fühlte ich mich wie der letzte Mensch auf der Welt,
so hilflos und unendlich allein.
Erst später hat sich langsam mein Verstand angestellt
und sagte mir: "Los, spring in den Rhein!".
Ich bin dann in den Dom und hab 'ne Kerze angemacht.
Das Wasser war im Taufbecken gefroren.
Die Hohenzollernbrücke ächzte bitter in der Nacht.
Es ist vorbei. Und alles ist verloren.

Es tut so weh, so unendlich weh.
Wie soll ich diese Trauer je besiegen?
Es ist passiert:
Mein 1.FC Köln ist in die zweite Liga abgestiegen.


Ich schleppte mich zur Brücke, und ich merkte, daß ich abkrach.
Wie konnte der FC nur so tief sinken?
Die Ratten gingen schnell von Bord, und Polster ging nach Gladbach
und ließ mich hier in Tränen ertrinken.

Es tut so weh, so unendlich weh.
...


Ich stand schon auf der Brücke am Geländer und wollt springen:
Hallo Himmel - guten Abend, Hölle!
Da hörte ich auf einmal hundert blonde Engel singen:
"Unser Hätz schlät für der FC Kölle!"
Und da erschienen mir der Adenauer, Weisweiler und Kardinal Frings,
die Höhner, Pierre Littbarski, Millowitsch, die Bläck Fööss, sogar Brings!
Und alle stimmten ein in himmlischem Gesange:
"Kopf hoch, Jung, et hätt noh immer jootjejange!"

Es tut zwar weh, doch wir kommen wieder,
und ich werd wieder munterer und dreister:
Wir steigen auf, wir holen den UEFA-Cup,
und wir werden deutscher Meister!


Nie mehr zweite Liga, nie mehr, nie mehr...

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