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Ich weiß nicht was ich will

Musik & Text: Daniel „Dän“ Dickopf
Leadgesang: Nils

Ich wäre lieber auf ’nem Fest
in einem prächtigen Palast
als über Nacht unter Arrest
in Einzelhaft in einem Knast.
Ich säße lieber als Tourist
auf den Bahamas im August
als als versprengter Stalinist
tief in Sibirien, voller Frust.

Das sind so Dinge, die ich weiß,
und die Wahl wär’ nicht so schwer.
Aber das mit dem Entscheiden
liegt mir sonst nicht ganz so sehr:

Kaffee oder lieber Tee?
Grüne oder SPD?
Tortellini oder Pizza?
Nach Mallorca? Nach Ibiza?

Ich weiß nicht, was ich will.
Ich kann mich nie entscheiden
Ich versuche, das Entscheiden
möglichst zu vermeiden.
Ich weiß nicht, was ich will,
ich weiß nur eins: Ich leide.
Steh’n zwei Sachen mir zur Wahl,
will ich keine. Oder beide.


Ich wäre lieber sehr beliebt
und heiß begehrt und voll umschwärmt,
als aussortiert und ausgesiebt
und insgesamt total verhärmt.
Ich wäre lieber tierisch reich
und kerngesund und superschlau,
als bettelarm und kreidebleich
und strunzendumm und ständig blau.

Das sind so Dinge, die ich weiß,
und die Wahl wär’ nicht so schwer.
Aber das mit dem Entscheiden
liegt mir sonst nicht ganz so sehr:

Spieleabend? Tanzen gehn?
Lange schlafen? Früh aufstehn?
Action-Urlaub? Faul am Strand?
Großstadtlichter? Ab aufs Land?

Ich weiß nicht, was ich will...

Warum ich mich nie entscheiden kann,
weiß ich selber nicht genau.
Ich habe aber nen Verdacht:
Ich glaub, ich bin ne Frau.

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