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Jeden Samstag

Musik & Text: Daniel "Dän" Dickopf
Leadstimme: Clemens

Sie lachen und sie klatschen und sie tratschen und sie reden
über Lust, Frust, Männer, Kinder, Jobs und über jeden,
der auf der Straße vorm Café entlangspaziert.
Die ganze Nachbarschaft wird gekonnt analysiert.
Süßstoff im entcoffeinierten Macchiato,
zwischendurch Gelächter in gestochenem Vibrato,
dann nur ein Flüstern in verschwörerischem Ton,
Marlboro lights, ein halbes Teilchen mit Mohn.
Da sitzen sie und schnattern, und das tun sie wohl noch lange,
und wenig unterscheidet sie von Hühnern auf der Stange.
Ihr habt sie sicher schon gesehen, ihr kennt sie schon:
Das sind die Mädels von der Geflügelfraktion.

Jeden Samstag hocken sie zusamm’n,
Madame neben Madame, jedes Mal der selbe Stamm,
Jeden Samstag hocken sie zusamm’n,
loben und verdamm’n manche längst erlosch’nen Flamm’n.


Sie lachen und sie jubeln und sie fluchen und sie reden
über Lehmann, Kahn, Ballack und Podolski, über jeden,
der den Ball auf dem grünen Rasen malträtiert.
Die Lage der Liga wird gekonnt analysiert.
Zwei Stück Zucker in die schwarze Kaffeetasse,
zwischendurch Geschrei, eine große Jubel-Masse,
dann nur ein Stöhnen: Mann, was pfeift der denn hier??!!
Marlboro Filter und dann schnell noch ’n Bier.
Da sitzen sie beim Fußball, und weil ständig einer rumschreit,
unterscheidet sie nicht viel von den Männern aus der Steinzeit.
Ihr habt sie schon geseh’n, ihr wisst es allemal:
Das sind die Jungs aus dem Neandertal.

Jeden Samstag hocken sie zusamm’n,
Bier und Fußball als Programm - jedes Mal der selbe Stamm,
Jeden Samstag hocken sie zusamm’n,
einer flüssig, einer klamm, und am Ende alle stramm.


Die Mädels von der Geflügelfraktion
bekomm’n von den Neandertalern nix als Spott und Hohn.
Und die Jungs aus dem Neandertal
sind für die Geflügelmädels dämlich und banal.
Wollt ihr wissen, warum Mann und Frau so aneinander leiden?
Man kann die beiden kaum voneinander unterscheiden.

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