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Leise

Musik & Text: Daniel „Dän“ Dickopf
Leadgesang: Nils

Sie und ich
spazier’n gemeinsam durch den Sand,
die Abendsonne wirft
schon lange Schatten auf den Strand.
Die Möwen kreisen
weit entfernt am Horizont.
Dort liegt ein Seehund,
der sich noch ein wenig sonnt.
Es könnt’ so friedlich sein, ein letzter Hauch von Sommer.
Doch sie erzählt mal wieder ohne Punkt und Komma.
Es ist kaum zu ertragen.
Ich würde ihr so gern mal sagen:

Leise... sei mal leise!
Bitte bitte, halt die Klappe.
Schenk mir einmal eine knappe
halbe Stunde nur mit Schweigen...
dann wär’ mein Himmel voller Geigen!
Du bist die Frau die ich will...
...aber gibt’s dich auch in still?


Ich kenn’ ein Kloster,
da ist grad ein Zimmer freigeworden.
Da würd’ ich gern mal mit ihr hinfahr’n,
denn das ist ein Schweigeorden.
Und im Supermarkt
kaufe ich für sie anstelle
von normalem Sprudelwasser
immer nur noch „Stille Quelle“.
Ich schenk ihr eine DVD: „Das Schweigen der Lämmer“...
wir sitzen auf dem Kanapee - sie redet und ich dämmer’.
Ich weiß selbst nicht genau,
warum ich mich nie zu sagen trau’:

Leise...

Eines Tages gibt’s deshalb
noch Totschlag oder Mord.
Doch das kann ich ihr nicht sagen,
denn ich komm ja nie zu Wort.

Leise...

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