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Lisa

Musik & Text: Daniel „Dän“ Dickopf
Leadgesang: Dän

Lisa sagt, sie hätte nie gedacht,
dass so was ihren Eltern mal passiert.
Es gab zwar ab und zu mal Streit,
aber Lisa hat das einfach ignoriert.
Plötzlich kam der Tag, als Lisas Mutter sagte:
„Es geht nicht mehr – ich muss hier einfach raus!“ Und dann ging alles
schnell, und sie zogen mit der kleinen Schwester aus.

Jedes zweite Wochenende ist sie
mit der Schwester jetzt beim Vater.
Und wenn er kommt, sie abzuhol’n,
gibt’s zwischen ihm und Mutter jedes Mal Theater.
Und Lisa steht dann meistens irgendwie im wahrsten Sinn des Wortes
zwischen den zwei’n, und manchmal hat sie Lust, alle beide einfach mal
so richtig anzuschrei’n.

Und Lisa sagt, sie weiß nicht mehr,
auf wessen Seite sie noch steht,
aber eines weiß sie sicher:
Wenn es irgendwie geht,
will sie alles dafür tun,
dass sie später mal vermeidet,
worunter sie jetzt selbst
am allermeisten leidet.
Lisa weint.


Lisa sagt, am Anfang gab’s ’ne Zeit,
da hat sie wochenlang nicht mehr geweint.
Sie war nur leer und ausgetrocknet,
und es war ihr ganz egal, ob grad die Sonne scheint.
Ihr ging die Frage lang nicht aus dem Kopf, ob sie vielleicht sogar
selbst schuld dran war, dass ihre Eltern sich auf einmal nicht mehr
liebten.
Und plötzlich war ihr gar nichts mehr klar.

Und Lisa sagt, sie weiß nicht mehr,
auf wessen Seite sie noch steht ...


... Lisa weint allein.

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