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Scheiße, Scheiße, Scheiße

Musik & Text: Daniel „Dän“ Dickopf
Leadgesang: Eddi

Jetzt steh’n sie vor der Tür, Geschenke in der Hand,
und gleich kommen sie alle fröhlich reingerannt
zu meinem grotesker Weise so genannten Jubeltag,
an dem ich am liebsten nur weinen mag.
Es gibt doch jedes Jahr Grund genug zu feiern:
Weihnachten mit Tannenbaum und Ostern mit den Eiern.
Das is ja auch okay, doch ich frage mich voll,
was ich ausgerechnet heute feiern soll.

Scheiße, Scheiße, Scheiße!
Mann, ich glaub ich werd’ vierzig!(Halleluja, Baby)
Scheiße, Scheiße, Scheiße!
Auf den ersten Blick wird sich
zwar nix ändern doch die Vierzig
umweht schon dieser leicht morbide Duft.
Ab jetzt geht’s unaufhaltsam Richtung Gruft.

Die schreiben einen Quatsch in ihren blöden Magazinen,
die woll’n an meiner Altergruppe Geld verdienen,
und faseln einen Dreck von den „allerbesten Jahren“,
und ich habe heimlich eine Tönung in den Haaren.
Beim Fußball bin ich sogar ohne Rauchen
Mittlerweile nicht mal mehr als Torwart zu gebrauchen.
Vor der Disco fragt mich der Türsteher knapp:
„Willste rein, oder holst du deine Tochter ab?“

Scheiße, Scheiße, Scheiße...

Meine Gäste reißen Witze, Sprüche, dämliche Parolen.
Die können gerne bleiben, und zwar: Mir gestohlen.
Ich ziehe mich zurück und geh ins Internet
und such schon mal ’nen Heimplatz mit Doppelbett.
Ich weiß, die Stones sind heute noch in Action,
Die singen auch im Rentenalter noch von „Satisfaction“.
Oh Herr nimm mir die Haare, ich trage diese Bürde,
Aber bitte, bitte: Bewahr’ mir meine Würde!

Scheiße, Scheiße, Scheiße ...

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