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Diskographie

Cover der CD Radio

"Radio", erschienen Anfang Mai 2006, ist der absolute "Charts-Stürmer" unter den Wise-Guys-Alben. Die CD stieg von 0 auf Platz 3 in die deutschen Album-Charts von Media Control ein - ein neuer Rekord. Die Scheibe enthält 18 komplette Songs; 6 kürzere Tracks im Stile von Radio-Jingles, Nachrichten und sogar dem Horoskop verbinden die Lieder auf humorvolle Weise, so dass beim Hören der Eindruck einer (Wise-Guys-)Radiosendung entsteht. Bei den Fans zählen unter anderem der Titelsong "Radio", das erstmals mit einem weiblichen Gast (Sonja Wilts von "LaLeLu") aufgenommene Lied "Das fremde Wesen", die Partynummer "Jetzt und Hier", aber auch ruhigere Titel wie "Sie bricht mir das Herz" und Ferenc' bassiger "Tiefgang" zu den Favoriten. "Radio" wurde vom Publikum mit nahezu einhelliger Begeisterung aufgenommen.

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Albuminformationen

Kommentare zu den Songs von Dän.

1. Jingle A

Insgesamt sechs Tracks auf unserem neuen Album sind Elemente der fiktiven "Radiosendung". Die Musik dieser sechs Stücke stammt samt und sonders aus der Feder von Eddi und Erik Sohn, unserem Gesangscoach - und keins ist länger als 50 Sekunden. Der "Jingle A" ist besonders kurz und gewissermaßen die "überschrift" des Albums.

2. Radio

Der Titelsong "Radio" ist in den Strophen beinahe balladesk, also eher ruhig. Im Refrain dreht das Lied schon - vor allem harmonisch - stark auf; der große Schlussteil ist dann noch mal um ein Vielfaches klangreicher. Ich weiß nicht, ob wir bei einem Song schon einmal so viel Sound entwickelt haben. Inhaltlich handelt "Radio" von der Vision oder der Utopie, alles zurückzulassen und auszubrechen. Eigentlich auch ein Liebeslied. Ich persönlich bin über dieses Lied sehr froh.

3. Jingle B

Siehe "Jingle A" - dieser hier hat aber etwas mehr Text.

4. Denglisch

"Denglisch" war als eine der ersten Nummern des neuen Albums bereits im letzten Frühjahr fertig geschrieben. Musikalisch ein relativ schneller Gospel, inhaltlich die augenzwinkernde "Abrechnung" mit den zahlreichen Anglizismen im Deutschen. Aber es geht eigentlich mehr darum, sich selbst dabei zu entlarven, wie oft man diese vermeintlich "schlimmen" Wörter doch selbst benutzt (und weniger um die Rettung der deutschen Sprache oder so...). Für Letzteres müssten wir ja erst mal unseren Bandnamen ändern...

5. Jetzt und Hier

Der Song "Jetzt und Hier" ist gewissermaßen das "Polaroid-Foto" einer Abschlussparty, die wir nicht genauer definieren. Irgendwo hat eine Gruppe von Menschen eine bewegte Zeit zusammen verbracht, die sich jetzt dem Ende zuneigt. Die (überwiegend schöne) Vergangenheit ist vorbei, eine etwas ungewisse Zukunft steht bevor. In diesem Spannungsfeld - z.B., wenn man gerade das Abi gemacht hat - können unvergessliche Momente des Lebens entstehen: Man will das Zusammensein und den Augenblick genießen, alles andere ist völlig sekundär. "Jetzt und Hier" ist ein echter Party-Song, für manche langjährigen Wise-Guys-Fans vielleicht gewöhnungsbedürftig, für uns fünf aber einer der Favoriten auf der neuen CD.

6. Das bedeutet Krieg

Eddi hat auf die für ihn typische ungewöhnliche Art und Weise einen Text von mir vertont, in dem es um einen ganz speziellen "Generationenkonflikt" geht. Strophen und Refrains dieses Liedes sind extrem unterschiedlich und ein Paradebeispiel dafür, dass man einen Song ebensowenig allein aufgrund eines 30-Sekunden-Soundschnipsels beurteilen kann, wie einen Kinofilm anhand des Trailers (womit wir wieder beim Thema "Denglisch" wären...).

7. Sie bricht mir das Herz

Aus irgendeinem mir bis heute nicht völlig klaren Grund hat Sari bei der Totalnacht in seiner Ansage behauptet, "Sie bricht mir das Herz" sei ein Blues. Für mich ist der Song eher eine R&B-Ballade, die von einer sehr unglücklichen Liebe erzählt. Ich will die Pointe hier nicht verraten; wir singen das Lied seit knapp drei Monaten im Programm, und wer die Show in dieser Zeit nicht gesehen hat, dem soll der Spaß nicht genommen werden. Es ist aber immer schön, zu erleben, wie beim Publikum im Laufe des Songs der Groschen (bzw. der Eurocent-Zehner) fällt, um was es eigentlich geht. Eddi hat zu diesem Titel anfangs gesagt, es sei schade, dass das Lied letztlich lustig sei, da die Musik auch zu einer echten Ballade getaugt hätte. Ich nehme das als Kompliment...

8. Die Nachrichten

Einer der sechs "Radio-Tracks".

9. Buddy Biber

Einen Titel wie "Buddy Biber" konnte in dieser Form, glaube ich, weltweit nur der Eddi schreiben. Die Effektgeräusche und Dinge wie die rückwärts gesungene Textzeile hat er dermaßen akribisch vorbereitet, dass er mit dem selben Energie- und Zeitaufwand wahrscheinlich sein Theologiestudium mit Auszeichnung hätte beenden können. Gut für uns, denn die Nummer macht auch live extrem viel Spaß, schade für die Evangelische Kirche.

10. Das fremde Wesen

Die Idee bestand schon seit vielen Jahren: Eine Frau bei uns mitsingen zu lassen. Als irgendwann klar war, dass sich das live kaum realisieren lassen würde, wollten wir wenigstens einen Song für eine CD unter weiblicher Mitwirkung aufnehmen. Lange Zeit mangelte es nicht nur an einem Thema (ich hatte immer wieder vergeblich versucht, ein ernsthaftes Liebes-Duett zu schreiben, aber alle Zwischenergebnisse erinnerten mich ganz fatal an Duette von Eros Ramazotti), sondern auch an der passenden Sängerin. Mit dem Zusammentreffen mit Sonja Wilts von der Hamburger A-cappella-Formation "LaLeLu" (http://www.lalelu.de) löste sich Problem 2, das erste Problem dann kurze Zeit später in Gestalt von "Das fremde Wesen". Sonja hat einen tollen Job gemacht, es war sehr angenehm, mit ihr zu arbeiten. Der Soundschnipsel stammt vom hinteren Teil des Liedes und ist nicht sehr repräsentativ für das gesamte Lied.

11. Romanze

"Romanze" entstand ebenfalls im April 2005. Clemens erzählte irgendwann von dem Phänomen der "romantischen Irrtümer" - wie beispielsweise der irrigen Annahme, der Mond sei manchmal "größer" als sonst. Einem klassischen Romantikverständnis steht solcherlei physikalische Unbestechlichkeit leider relativ unversöhnlich entgegen, so entstand die Idee zu diesem Lied, das live enorm beliebt ist.

12. Klatsch und Tratsch

Ein weiterer "Radio"-Track.

13. Das Allerletzte

Ich erinnere mich noch an die Freude, die ich empfand, als Sari während der England-Session die Hauptstimme von "Das Allerletzte" einsang: Er ging einfach ab wie sonst was. Bei dieser Nummer gab es übrigens - weil viele Leute immer wieder wissen wollen, ob zuerst der Text oder die Musik entsteht - als erstes den Rhythmus. Bei unseren Soundchecks hatte ich an diesem Beat immer wieder rumprobiert, bis Ferenc mir sagte, er fände ihn richtig gut. Und dann dachte ich mir, dass dazu einfach mal das Gegenteil eines Liebesliedes passt: Musikalisch und textlich härter als "Du Doof!", aber trotzdem noch mit humoristischen Elementen. Es gibt so viele Vollidioten auf der Welt, da kann ein Lied nicht schaden, das man ihnen widmen kann.

14. Tiefgang

"Tiefgang" ist meines Erachtens seit langer Zeit - vielleicht seit "Probier's mal mit 'nem Bass" - das erste Lied, in dem sich unser Ferenc musikalisch UND textlich vernünftig präsentieren kann. Es gab hier im Gästebuch eine ziemlich blöde Diskussion über den Tiefgang (oder dessen Fehlen) in unserem Lied "9live", so kam ich auf die Idee. Womit bewiesen wäre, dass auch aus großem Schwachsinn etwas Sinnvolles entstehen kann...

15. Der Sport

Weiterer "Radio"-Track. Ich finde besonders die Musik und den Schluss gut.

16. Aber sonst gesund

"Aber sonst gesund" ist im Moment, obwohl es eigentlich gut ankam, irgendwie aus unserem Live-Programm rausgerutscht. Wir hatten ein bisschen rumgebastelt, und plötzlich hatten wir keinen Platz mehr dafür - in der Show. Vielleicht kommt es wieder mal rein - hier ist es in voller Länge und in Studioqualität zu hören. Medikamentenmissbrauch für Jung und Alt. Möge der Song weniger Nachahmer finden als "Chocolate Chip Cookies"....

17. Ruf doch mal an '06

Was trieb uns dazu, ein neun Jahre altes Lied neu einzusingen? Nun, "Ruf doch mal an" war in der aufgebrezelten, relativ langsamen Version von 1997 live nicht aufführbar und war bei uns fast in Vergessenheit geraten. Im Frühjahr 2003 wagte Eddi sich doch noch an ein Live-Arrangement, und siehe da: "Ruf doch mal an" wurde zu einem unserer Lieblingslieder. Es ist seit knapp drei Jahren ununterbrochen in unserer Live-Show und es ist richtig toll, die Nummer auf der Bühne zu performen. Die Version, die wir hier aufgenommen haben, kommt dieser Live-Fassung um ein Vielfaches näher als das Original, obwohl (oder weil) sie viel "puristischer" ist.

19. Ja ja

"Ja ja" ist textlich und musikalisch ebenfalls, wie "Das Allerletzte", vergleichsweise hart. Es geht um einen dieser Zeitgenossen, die nicht nur viel zu lange, sondern vor allem auch viel zu negativ daherreden - und einem keine Fluchtchance lassen. Ich nehme an, der Titel wird einigen Leuten extrem gut gefallen und anderen gar nicht.

20. Wir hatten den Moment

"Wir hatten den Moment" ist eine eher traurige Liebesballade, obwohl die Musik relativ tough (Denglisch) ist. Es ist irgendwie schwer, zu solchen Songs etwas zu schreiben. Hört es Euch einfach an und macht Euch ein Bild.

21. Das Horoskop

Der letzte "Radio"-Track. Ich finde es sehr lustig, was Eddi und Erik musikalisch zu meinem Kurztext eingefallen ist.

22. Schunkeln

"Schunkeln" ist vielleicht eher eine Live-Nummer, aber sie musste unbedingt auch auf die CD. Mein erster Song im Dreivierteltakt, ich war beim Komponieren ganz furchtbar aufgeregt. Nee, das stimmt jetzt nicht. Aber Clemens macht das hier wie immer sehr, sehr gut - auch live. Vielleicht können sich die Feinde und Fans des Schunkelns in diesem Titel gleichermaßen wiederfinden. Vielleicht aber auch nicht...

23. Ständchen

Für alle, die von "Happy Birthday" und "Wie schön, dass du geboren bist" die Nase voll haben. Der Song ist extra so weit hinten, weil er eben zumindest inhaltlich ja doch sehr termingebunden ist. Andererseits: Irgendwer hat immer Geburtstag, oder?

Produziert von Uwe Baltrusch (http://www.uwebaltrusch.com), co-produziert von Edzard "Eddi" Hüneke und Daniel "Dän" Dickopf. Aufgenommen von Uwe Baltrusch im Pavement Sound Studio, Bergisch Gladbach, und den Jacorbs Studios, Farnham, England. Gemischt von Uwe Baltrusch im IronWorks Studio, Brühl. Tonassistenten: Axel Gerling, Ben Hampson. Mastering: Mazen Murad, Metropolis Studio, London, England. Fotos: Guido Kollmeier (http://www.blende4.de). Grafik: Thomas Glöckner

Trackliste

Jingle A

Edzard Hüneke / Erik Sohn

Radio

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Daniel Dickopf

Jingle B

Edzard Hüneke / Erik Sohn / Daniel Dickopf

Denglisch

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Daniel Dickopf

Jetzt und Hier

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Daniel Dickopf

Das bedeutet Krieg

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Edzard Hüneke / Daniel Dickopf

Sie bricht mir das Herz

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Daniel Dickopf

Die Nachrichten

Edzard Hüneke / Erik Sohn / Daniel Dickopf

Buddy Biber

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Edzard Hüneke

Das fremde Wesen (mit Sonja Wilts)

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Daniel Dickopf

Romanze

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Daniel Dickopf

Klatsch und Tratsch

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Edzard Hüneke / Erik Sohn / Daniel Dickopf

Das Allerletzte

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Daniel Dickopf

Tiefgang

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Daniel Dickopf

Der Sport

Edzard Hüneke / Erik Sohn / Daniel Dickopf

Aber sonst gesund

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Daniel Dickopf

Ruf doch mal an '06

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Edzard Hüneke / Daniel Dickopf

Mad World

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Roland Orzabal (Chrysalis Music Ltd.)

Ja ja

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Daniel Dickopf

Wir hatten den Moment

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Daniel Dickopf

Das Horoskop

Edzard Hüneke / Erik Sohn / Daniel Dickopf

Schunkeln

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Daniel Dickopf

Ständchen

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Daniel Dickopf

Zwischenbilanz

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Daniel Dickopf