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Däns Blog

29.10.2000: Sonntag, 29. Oktober 2000, 23:46

Kurze Grüße vom dritten Dreißiger im Club:

Es reicht nach einem schönen, aber anstrengenden Wochenende nur zu einem ganz kurzen und kollektiven DANKESCHÖN für die zahlreichen Geburtstagsglückwünsche per E-Mail, Brief oder als Gästebucheintrag. In den nächsten Tagen werde ich mich an dieser Stelle wieder ausführlicher äußern....

Aber fürs Erste: Vielen Dank an alle Gratulanten!

Müde (und im Auto zuviel "Titanic" gelesen): Dän

17.10.2000: Dienstag, 17. Oktober 2000, 17:44

Hallo Ihr alle



Ich habe gerade ein Bild entdeckt, dass ich Euch einfach nicht vorenthalten möchte, es aber aus Gründen der Diskretion hier auf meiner Gästebuchseite verstecke. Eddi hat die Fähigkeit, die blödeste Grimasse zu schneiden, die es derzeit auf dem Globus zu besichtigen gibt (Sari kann das übrigens auch, aber ich habe kein passendes Beispiel entdecken können).



Falls jemand das zu Hause nachmachen will: Man setze die obere Zahnreihe "bündig" auf die Unterlippe. Dann muss man einen Gesichtsausdruck zwischen glücklich und debil finden (und möglichst noch so aussehen wie Eddi). Aber aufgepasst: In der Öffentlichkeit besteht bei korrekter Ausführung dieser Fratze stets die Gefahr, dass zwei bärenstarke Pfleger zupacken und mitnehmen.



Hier jedenfalls das Resultat:









Abschließend der Hinweis, dass unsere Bilder im WISE-GUYS-Kalender besser aussehen.



Tschöö!

Dän

13.10.2000: Freitag, 13. Oktober 2000, 14:7

Guten Tag!



Siegen gestern abend war irgendwie auch total klasse...wir wurden von der teilweise euphorischen Stimmung geradezu "kalt erwischt" - aber natürlich im positiven Sinne. Jedenfalls soll niemand mehr sagen, dass Publikum im Siegerland sei träge. Das Gegenteil ist der Fall!



Jetzt fragen mehrere Leute im Gästebuch nach den Texten der neuen Lieder, zuletzt nach "Bleib, wie du bist" (so heißt das Lied, obwohl die Refrainzeile "Bleib so wie du bist" lautet) - wann die im Netz stehen werden etc.



Tja, wie soll ich sagen - ich zögere. Einerseits wäre es natürlich ein netter Service - andererseits besteht die Gefahr, dass jemand auf die Idee kommt, die Texte in irgendeiner Weise zu nutzen. Das Unangenehmste wäre natürlich, wenn jemand auf die neuen Texte kurzerhand selbst vertonen würde. Diese Gefahr ist einfach ungleich geringer, wenn die Lieder bereits von uns auf CD veröffentlicht wurden. Natürlich könnten regelmäßige Konzertbesucher die Texte selbst aussem Kopp aufschreiben, und natürlich könnten wir auch im Falle eines "Missbrauchs" etwas dagegen unternehmen, aber ich würde mich einfach wohler fühlen, wenn die neuen Texte erst mit Erscheinen des Studioalbums (wie gesagt September 2001) im Netz auftauchen würden.



Ich hoffe auf Euer Verständnis und grüße Euch alle!



Dän

10.10.2000: Dienstag, 10. Oktober 2000, 15:8

Guten Tach,



heute mal keine alltägliche Katastrophengeschichte, sondern etwas über eine Show, denn das muss an dieser Stelle noch einmal klar und deutlich gesagt werden:



Unser Konzert in Frankfurt in der Alten Oper hat uns einen Riesenspaß gemacht. Es war einer jener Abende, an denen einfach alles passt: Wir waren gut drauf, das Publikum war extrem gut gelaunt und konzentriert, der Sound stimmte, der Saal war angenehm - besser geht's kaum.



Wir hatten die Reihenfolge, also vor allem die Anordnung der neuen Lieder, noch einmal kräftig durcheinander gewürfelt und hatten alle ein gutes Gefühl dabei. Vielleicht haben wir jetzt ja endlich unser (vorläufiges) Programm gefunden - wir werden sehen.

Danke, liebe Hessen, dat wor joot!



Anette Dewitz war übrigens wie immer schneller als ich und schreibt ebenfalls über dieses Konzert - und ich bin natürlich beruhigt, dass sie unseren Eindruck zu teilen scheint (nachzuprüfen auf ihrer Homepage, zu erreichen über "Links").



Schöne Grüße an alle!



Dän


26.09.2000: Dienstag, 26. September 2000, 20:8

Einen schönen guten Tag zusammen!



Wenn man an einem stinknormalen Dienstag zum Hals-Nasen-Ohrenarzt gehen muss (mein HNO verfügt glücklicher Weise darüber hinaus noch über Augen, Mund und Haare; ich weiß nicht, ob ich andernfalls den Anblick ertragen könnte), obwohl man sich nur eine banale kleine Erkältung eingefangen hat, ist das noch lange kein Grund, sich an die Öffentlichkeit zu wenden.



Wenn man am Empfang der HNO-Praxis direkt neben Zlatko von "Big Brother" steht, der den Arzthelferinnen bereitwillig Autogrammkarten aushändigt ("die sind nicht gedruckt, ich unterschreib' die immer vorher zuhause!"), dann stellt das zwar eine Abweichung vom Verlauf herkömmlicher Arztbesuche dar und wirft die Frage auf, ob Zladdi morgen ebenfalls ein Konzert hat, rechtfertigt aber immer noch keine Kolumne auf dieser Homepage.



Auch die Tatsache, dass ich mit einem riesigen Arenal von Medikamenten ausgestattet wurde, nach deren Einnahme man mich mit Schimpf und Schande aus Sidney jagen würde, also der Umstand, dass diese kleine Erkältung behandelt wird, als wollten die USA mit ihrer gesamten Streitmacht die Faröer Inseln niedermetzeln, gehören durchaus in die Kategorie "Alltägliches".



Der Grund für meinen heutigen Beitrag ergab sich aus meiner Straßenbahnfahrt zum Neumarkt (wo mein HNO sitzt, bzw. er arbeitet meist im Stehen):



Den Nicht-Kölnern sei erklärt, dass die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) seit ihrem Bestehen ihren Kunden eine erstaunliche Vielfalt an Gründen liefern, sich aufzuregen. Neben den traditionellen Ärgernissen wie technischen Pannen, Verspätungen, "Verfrühungen", Rollstuhl- und Kinderwagenfeindlichkeit, schlechter Informationspolitik und einem auch für intellektuelle Überflieger absolut unbegreiflichen Tarifsystem entwickeln sogar die Fahrer der Straßenbahnen immer häufiger eine bemerkenswerte Kreativität bei der Brüskierung ihrer Fahrgäste (jüngstes Beispiel: Einer heraneilenden Dame wird ein erneutes Türöffnen verweigert, obwohl die Bahn wegen einer roten Ampel sowieso noch eine geschlagene Minute warten muss; der Fahrer findet jedoch Zeit genug, über die Außenlautsprecher ebenso offiziell wie genüsslich zu verkünden: "Der Fahrgastwechsel hat bereits stattgefunden!"...).



Heute habe ich mich allerdings so richtig über die KVB gefreut! Wirklich!!



Wenn man mit der Linie 18 oder 19 stadteinwärts fährt, muss die Bahn kurz vor dem Barbarossaplatz eine ca. 75 Meter lange Unterführung passieren. Und heute, wahrscheinlich dank einer Schärfung meiner Beobachtungsgabe infolge meiner schweren Erkrankung (...), fiel mir endlich wieder mal bewusst auf, was an genau dieser Stelle seit Jahr und Tag passiert:

Die Straßenbahn fährt durch diesen "Tunnel", und es wird im Wageninneren logischerweise dunkel - immerhin so dunkel, dass man nicht weiterlesen kann - wenn auch nur für ein paar Sekunden. Das Schöne ist, dass die Innenbeleuchtung in der Straßenbahn immer erst dann angeschaltet wird, wenn die gesamte Bahn die Unterführung schon ein gutes Stück hinter sich gelassen hat. Das Licht bleibt einige Sekunden an - obwohl es natürlich ohnehin längst wieder taghell ist - und geht dann kommentarlos wieder aus.



Als mir heute klar wurde, dass das, wie gesagt, seit vielen Jahren so geht, musste ich herzhaft lachen. Ich weiß nicht, ob die Fahrer das Licht manuell einschalten müssen oder ob es dafür eine "Automatik" gibt, aber das ist auch vollkommen egal. Dieses Licht, das immer dann angeht, wenn es nicht mehr gebraucht wird, ist einfach gigantisch komisch - viel lustiger, als ginge das Licht überhaupt nicht an. Denn die Kölner Verkehrsbetriebe dokumentieren durch das verspätete Einschalten der Innenbeleuchtung ihre Philosophie besser als tausend Presseerklärungen, die sich vermutlich so anhören würden:



"Wir, die Kölner Verkehrsbetriebe, sind durchaus in der Lage, einer so anspruchsvollen, komplexen und unerwarteten Situation wie dem Eintreten von plötzlicher Dunkelheit durch das überraschende Auftauchen einer Unterführung technisch gerecht zu werden, allerdings müssten wir uns für die fahrgastgerechte Umsetzung ein bisschen Mühe geben. Und darauf haben wir echt keinen Bock!".



Ich fahre nicht besonders gerne Straßenbahn, aber auf diese Stelle, kurz vor dem Barbarossaplatz, freue ich mich jedes Mal. Diese grundehrliche, brutal offene Anwendung der Grundidee "Kundenfreundlichkeit nervt" beweist den Fortbestand des real existierenden Sozialismus', wo man ihn nicht unbedingt erwartet hätte - hier in Köln.



Wie heißt es noch bei WDR4???

Schönes bleibt.



Gruß an alle vom

Dän

18.09.2000: Montag, 18. September 2000, 12:24

Hallo und guten Tag,



muss mal schnell ein Missverständnis ausräumen, das der Gästebucheintrag von Bernd (#2999) gegebenenfalls auslösen könnte: Einer der sieben brandneuen Songs unseres Programms, das Lied "Zur Lage der Nation", ist bei den bisherigen Aufführungen auf eine so große Resonanz gestoßen, dass viele Leute uns fragen, wann es auf CD erscheint. Deswegen hat es bei uns Gedankenspiele gegeben, eine Single mit diesem Titel aufzunehmen. Das ist jedoch im Augenblick sehr unwahrscheinlich! Wir haben ja im Jahr 2000 schon das "Mini-Album" und die Live-CD veröffentlicht und wollen es nicht übertreiben. Eine weitere Single käme wirklich nur für den Fall in Frage, dass die Menschheit ohne dieses Lied nicht überleben würde. Und danach sieht es im Moment nicht aus.

"Zur Lage der Nation" wird aber in jedem Fall auf unserem nächsten Studioalbum (Spätsommer 2001) enthalten sein; bis dahin muss man sich mit unseren Konzerten begnügen.



Schöne Grüße und vielleicht bis heute abend,



Euer

Dän

13.09.2000: Mittwoch, 13. September 2000, 10:15

Guten Tag zusammen,



ich sitze gerade im Büro und versuche, zu arbeiten. Arbeiten fällt leichter, wenn man zwischendurch einen Schluck Kaffee trinkt. Aber genau hier liegt mein Problem:



Ich kann nicht trinken!!!



Ich meine, ich konnte es mal. Meine Eltern haben mir beizeiten vermittelt, wie das Ganze technisch funktioniert, und irgendwann hatte ich den Prozess der flüssigen Nahrungsaufnahme bis zur Perfektion verinnerlicht. Irgendwann mit Mitte Zwanzig muss ich dann jedoch begonnen haben, das Trinken wieder zu verlernen.

Manchen von Euch dürfte es ja bereits aufgefallen sein: Es vergeht nicht ein einziges Konzert, in dem ich mich nicht im Verlauf der zweiten Hälfte (spätestens) bekleckere. Mittlerweile habe ich versucht, die Fehlerquelle einzukreisen, und bin zu folgenden Ergebnissen gelangt:



1. Ich darf nicht versuchen, während des Trinkens einzuatmen. Das kann nicht funktionieren.



2. Um die Trinkflüssigkeit dazu zu bewegen, in den Mund zu gleiten, muss das Glas oder die Flasche gekippt werden. Unabdingbare Voraussetzung für den unfall- und verlustfreien Transfer des Getränks vom Behältnis in den Mund ist dabei, dass während des Kippvorgangs zwischen dem Trinkgefäß und der Unterlippe keinerlei Zwischenraum ("Lücke") entsteht. Das ist gegenwärtig mein Hauptproblem.



3. Ruckartige Bewegung des Oberkörpers oder des Kopfes dürfen erst dann gestartet werden, wenn der Trinkvorgang abgeschlossen oder zumindest unterbrochen wurde.



Diese drei Leitsätze werde ich mir künftig vor jedem Konzert und in der Pause immer wieder einhämmern. So kann es einfach nicht weitergehen.



Hoffnungsvolle Grüße vom

Dän

25.08.2000: Freitag, 25. August 2000, 11:28

Schönen guten Tag zusammen,



manche Leute im Gästebuch fragen, warum "Griechischer Wein" und "When I'm 64" nicht auf der Live-CD sind. Hier nochmal die Antwort: Für beide Songs erhielten wir nicht die erforderliche Genehmigung der Verlage, da wir ja nicht die genauen Originalversionen singen. Da können wir leider absolut nix machen. Bei "Baby noch einmal" hingegen bekamen wir grünes Licht, und deshalb ist das Lied ja auch auf der CD.



Ansonsten freuen wir uns schon jetzt über die große Resonanz auf unser neues Album. Ob wir es diesmal etwa in die Album-Charts schaffen? Die musikalische Konkurrenz in Deutschland ist zur Zeit ja gnadenlos - so viele Singles der "Big Brother"-Ex-Häftlinge sind oder waren in den deutschen Charts...einfach unglaublich, dass die Produzenten der Show dermaßen musikalische Menschen so lange eingesperrt und damit der Musikwelt vorenthalten haben. Jetzt sind sie endlich alle frei und erfolgreich, und da haben wir natürlich ganz, ganz schlechte Karten.



Trotzdem: Man weiß ja nie!



Doch nun zu etwas völlig Anderem:



Die aggressiven Lasagne-Reste vom Rand meiner Auflaufform (wir berichteten) sind tot! Es war ein kurzer, harter Kampf, in dessen Verlauf kochendes Wasser und ein ultrakonzentriertes Spülmittel letztlich die Oberhand behielten. Mit dem diabolischen Aufschrei "Ich komme wieder" (gebrüllt in sechs europäischen Sprachen, zwei afrikanischen Dialekten und einer lächerlichen österreichisch-amerikanischen Schwarzenegger-Imitation) glitt der farbenprächtige, schleimige Rest dessen, was einmal eine italienische Spezialität gewesen zu sein behauptete, in den bedauernswerten Ausguss des Spülbeckens. Und es ward eine himmlische, friedfertige Stille in der ganzen Küche.



Bis die Tage,



Euer

Dän

17.08.2000: Donnerstag, 17. August 2000, 1:44

Hallihallo,



wir stehen im Moment mal wieder voll unter Strom - auch wenn man es uns von außen nicht so anmerkt. Denn zur Zeit sind es weniger die Konzerte als die "Nebenkriegsschauplätze", die uns extrem in Anspruch nehmen:



Wie Ihr ja inzwischen mitbekommen haben dürftet, kommt unsere erste Live-CD am Montag in den Handel (das überwältigende Echo im Gästebuch zeigt ja, dass das Cover unsere Gesellschaft wirklich spaltet!). Ich persönlich hatte eigentlich immer gedacht, eine Live-CD würde mich nicht interessieren, weil ja kaum ganz neue Lieder drauf sind. Aber erstens ist ja mit "Zu schön für diese Welt" jetzt doch eine ziemlich neue Studio-Version auf der Platte, und zweitens bin ich auch mit den Live-Aufnahmen mehr als zufrieden. Es kommt tatsächlich die Atmosphäre eines Konzertes rüber. Zumindest deren akustischer Teil. Man merkt zum Beispiel auch (am Begrüßungsapplaus), dass uns wieder einmal die Mehrheit des Publikums vorher noch nie live gesehen hatte - dann aber ziemlich schnell mehr als auftaut. Und es gibt einfach ein paar Songs, die wir nie auf eine Studio-CD gepackt hätten, die aber im Doppelpass mit dem Publikum richtig gut rüberkommen (z.B. "Verlieben, verloren, vergessen, verzeihn"). Also, ich bin bekehrt. Da viele von Euch uns ja in zum Teil überdeutlichen Worten zu dieser Live-CD herausgefordert habt, hoffen wir natürlich auf Euer reges Interesse. Denkt daran: Wir brauchen das Geld (Scherz. Wir haben ja Britney)!



Wie auch immer, die Erscheinung der neuen CD zieht natürlich (zum Glück) auch ein paar Interview-Termine nach sich, die einige von uns vor allem in der kommenden Woche durch NRW führen werden. Da fällt mir gerade ein, die Termine könnte man ja auch hier auf der Heimatseite bekanntgeben...sorry, habe nur laut gedacht.

Außerdem "erarbeiten" wir gerade wieder neue Songs für das Bühnenprogramm - für die Konzerte in der Kölner Philharmonie, aber auch für danach: Das "Skandal"-Programm wird in weiten Teilen erneuert (und heißt dann auch nicht mehr "Skandal" - aber genau genommen hieß es sowieso nie so. Die Leute wollen halt nur immer gerne schreiben, wie das Programm jetzt heißt. Vielleicht nennen wir das nächste Programm einfach "Walter"). Wurde höchste Zeit für uns; neue Sachen wirken auf uns extrem belebend (ääh....intelligente Feststellung - das geht wahrscheinlich fast allen Menschen so...). Nach dem Komponieren und Texten müssen jetzt noch zwei Arrangements fertiggemacht werden, und dann heißt es Üben, üben, üben! Daneben bereiten wir uns auf unseren Auftritt in der "Wissenschaftsshow" im Ersten vor, deren Titelmusik wir geschrieben und soeben im STudio aufgenommen haben, ebenso wie das FC-Lied ("Die Heldensage vom hl. Ewald"), das es demnächst dann auch über den 1.FC Köln als Single geben wird. Sonntag um 14:00 Uhr sind wir dann doch auf der PopKomm (auf der WDR4-Bühne, auf der, wie ich heute las, eher "traditionelle Klänge" zu vernehmen sein werden - wir werden versuchen, gregorianische Gesänge zum zentralen Teil unseres Sets zu machen), Montag und Dienstag wieder im Senftöpfchen.



Wir fahren also zur Zeit ziemlich mehrgleisig. Was in solchen Phasen zwangsläufig auf der Strecke bleibt, ist das Privatleben. Ich rede von meinem Spül. Auf dem Waschbeckenrand kauert provozierend lässig eine angriffslustige Lasagne-Form, die die Phase des "Einweichenlassens" (Euphemismus für "absolut keinen Bock auf Spülen") im Stile eines Bruce Willis überlebt hat, vor ein paar Minuten ihren zehntägigen Geburtstag gefeiert hat und mich inzwischen schon in mehreren Fremdsprachen begrüßt, wenn ich nachts nach Hause komme. Meistens leider nur blöde Sprüche. Es ist allerdings fest geplant, sie noch vor dem Wochenende von ihrem Leiden zu erlösen.



In diesem Sinne bis die Tage,



Euer

Dän

28.07.2000: Freitag, 28. Juli 2000, 20:1

Einen wunderschönen guten Tag, Urlaub is over!



Also, ich bin wirklich der Computer-Hengst! Habe mit meinem kleinen, direkt unter diesem hier befindlichen Test-"Guten-Tag"-Eintrag mal ausprobieren wollen, ob sich das System mit dem Fettdruck auch im Gästebuch anwenden lässt. Antwort ist "JA". Allerdings sollte man den Fettdruck dann auch wieder beenden. Das habe ich jedoch leider vergessen (war wohl zu aufgeregt), und jetzt sind meine gesamten alten Beiträge fettgedruckt. Tse, tse.



Was ich eigentlich hatte sagen wollen, war, dass ich ebenfalls wieder daheim im spätherbstlichen Köln bin. Der Urlaub war von großem Erholungswert, aber obwohl ich erst seit 24 Stunden wieder hier bin, würde ich es als unverantwortlichen Zynismus betrachten, vom wunderbaren Wetter in Europas Süden zu schwärmen. Ich muss Clemens Recht geben (Ihr merkt: Anders als die FAZ kehre ich nicht zur alten Rechtschreibung zurück, sondern bleibe bei meiner attraktiven Mischung aus neuen und alten Regeln): Das Wetter hier ist ja echt die Hölle. Andererseits gibt es im Moment hier kein Anderes, deswegen sollte man das hinnehmen. Und unser "Grumpig"-Song hört sich frischer und aktueller an als je zuvor. Dieses Lied ist übrigens 1998 entstanden; da war der Sommer ähnlich kacke (was ich jetzt eigentlich hätte großschreiben müssen, und "großschreiben" auseinander geschrieben, aber lassen wir das. Ich bin schließlich weder Deutschlehrer noch FAZ-Herausgeber, sondern nur ein Unterhaltungs-Fifi).



Kurzabriss meines Urlaubs für alle, die es interessiert:

Einen Tag später losgefahren als geplant, am 3.7. (Montag) noch in Köln ins Kino gewollt, um "Durchgeknallt" zu sehen, nicht in den Cinedom reingekommen, weil Tom Cruise vor dem Haupteingang stand und Autogramme verteilte (er ist übrigens wirklich niedlich! Damit meine ich seine Körpergröße) und im ganzen Haus nur "Mission Impossible" für geladene Gäste lief; deshalb losgefahren; zwei Tage in Montpellier verbracht, weiter für vier Tage nach Barcelona (was für eine unglaublich geile Stadt! Wir hatten eine Mords-Gaudi - kleiner Insiderscherz für Barcelona- und Architekturexperten, haha!) - dann nach Torre del Mar (oder so) bei Malaga, Campingplatz (der Spanier an sich bringt zum Zelten einen Fernseher, eine riesige Gefriertruhe und ein separates Zelt zum Kochen mit, und Kindern unter 12 ist es verboten, vor 1:30 Uhr in der Nacht einzuschlafen...nein, das gilt nicht für manche, sondern wirklich für jeden Spanier!!!);

jedenfalls dann zwei heiße Tage in Sevilla, eine Nacht im total durchgeknallten Gibraltar, dort freilaufende Affen, afrikanische Berge und jede Menge Briten gesehen (und den Film "Gladiator" gesehen, was ich schon direkt danach nicht unbedingt hätte getan haben müssen); Nase voll gehabt und wieder nach Frankreich (Perpignan) gefahren, Strandtage, dann Sturmtief; weiter in den Schwarzwald, der gar nicht so schwarz war wie erwartet, und letztlich im Bodensee Baden gegangen, dessen Boden bei kristallklarem Wasser eher enttäuschend ausschaute.



Jetzt wieder hier! Hoffentlich hattet Ihr alle einen schönen Urlaub oder (noch besser) selbigen noch vor Euch!



Euer

Dän

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