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Eddis Blog

17.02.2001: Samstag, 17. Februar 2001, 12:28

Tach allerseits, dieses Mal aus Bremen!





Mann, was fŸr ein nobles Hotel. Zum ersten Mal (glaube ich) sind wir in einem "Holiday Inn" untergebracht, und es ist supergeil. Nach einer Nacht in einem "Botel" mit 1,90m hohen Decken und davor zwei NŠchten in einer Hamburger Absteige komme ich mir hier recht fŸrstlich vor. Jetzt geht's gleich in ein "Science Museum" hier in Bremen.



Es gr٤t Euch ganz herzlich der Eddi.

03.02.2001: Samstag, 03. Februar 2001, 17:55

hier kommt ein kleiner persönlicher Tourbericht...



Vor etwa zwei Wochen habe ich mir ein "iBook" gebraucht gekauft, also einen tragbaren Apple Computer. Ich kann jetzt also unterwegs e-mails schreiben und auch abrufen und versenden und Texte schreibe. So kommt es, dass ich Euch auf der A4, irgendwo zwischen Chemnitz und Olpe, einen kleinen Mini-Tourbericht schreibe. Endlich wird eine sechsstündige Rückfahrt von Dresden wie heute nicht zu einem Marathon im Zeit-Totschlagen, sondern kann sinnvoll und abwechslungsreich verbracht werden (nach einer Stunde Zeitung lesen habe ich z.B. einfach keine Lust mehr).



Anfang der Woche sind wir nach Braunschweig aufgebrochen. Dienstag, 30.1.: Ich stand ungewöhnlich früh, nämlich um 7.30 Uhr auf (jaja, das Künstlerleben...) und packte meine Sachen für die kommende Woche.



Um 9:30 stand Daniel mit unserem Toyota Previa vor der Tür. Wir fuhren zum fünf Minuten entfernten Wise-Guys-Büro. Dort musste ein Sitz ausgebaut werden - so ist die Fahrerei komfortabler - und genügend CDs und anderes Merchandising sowie unsere endlich gereinigten Bühnenklamotten für die kleine Tour gepackt werden.



Um 18 Uhr war Soundcheck in der Braunschweiger Stadthalle; wir waren aber so früh, dass wir noch im Hotel vorher anderthalb Stunden die Füße hochlegen konnten.



Das Konzert lief ziemlich gut; meine Stimme hat sich allerdings erst jetzt wieder ganz von einer Erkältung erholt, die letzte Woche begann. Ich ließ deshalb bei diesem ersten Konzert noch ein Lied aus, das mich immer besonders anstrengt ("Ohne Dich"). Das Mövenpick-Hotel in Braunschweig war ganz hervorragend; wir übernachteten auch nach dem Paderborn-Bürener Konzert am folgenden Tag wieder dort, da wir dann einen Teil der Strecke nach Berlin bereits bewältigt hatten. Am Mittwoch kamen wir daher erst nach 2 Uhr ins Bett. Jaja, das Künstlerleben...



Freitag mussten wir bereits um 13:30 Uhr in Berlin sein, wo im Martin-Gropius-Bau die Auftaktveranstaltung des sog. Jahres der Lebenswissenschaften stattfand. Dieses ist vom Bundesforschungsministerium ausgerufen worden, und irgend jemanden hat der Teufel geritten, uns dazu eine Auftragskomposition schreiben zu lassen. Das haben wir auch gerne getan ("Höher Schneller Weiter"), zumal das Forschungsministerium gut zahlte... Leider war die Uraufführung am Freitagabend nicht von besonderem Erfolg gekrönt, was man eigentlich von der ganzen Veranstaltung sagen muss. Der Saal des Gropius-Baus ist so groß, dass der Nachhall an den einer Kathedrale erinnert. Dadurch ist die Textverständlichkeit sowohl von Rednern als auch bei einer Podiumsdiskussion als auch von gesungenen Texten sehr schlecht. Dazu kam, dass im Saal einige Anti-Gentechnik-Aktivisten saßen, die die Veranstaltung durch unpassendes Klatschen und eine Taschen-Alarmanlage störten. Sie bekamen leider nicht mit, dass die Veranstaltung auch kritische Elemente enthielt (z.B. unser Lied!). So herrschte während des ganzen Abends eine unaufmerksame Stimmung, viele Zuschauer wanderten vor dem offiziellen Ende ab. Schade!



In Berlin übernachtete ich bei einem guten Freund und war am nächsten Morgen mit meiner Schwester zum Brunch verabredet. Wunderbar, wenn mal Zeit für so was ist.



Bei der Fahrt gestern nach Dresden ging der Schnee los. Der Konzertsaal war ziemlich kalt, da die Heizung während der Aufführung wegen des Lüftungs-Lärms immer auf niedrige Stufe gedreht werden musste. Unser Konzert im "Alten Schlachthof" war für uns ein großer Erfolg: Wir sangen zum ersten Mal in Dresden, und die Veranstalter schafften es dennoch, an die 450 Zuhörer zusammen zu bekommen! Davon zahlten zwar nur etwa 200, der Rest hatte Freikarten, aber das tut dem erreichten Bekanntheitsgrad ja keinen Abbruch. Im Publikum saßen nur etwa fünfzehn (!) Zuschauer, die uns schon einmal gesehen hatten. Wir hatten also richtig Arbeit, um das Publikum für uns zu gewinnen, die mittlerweile fast selbstverständliche Vorschuss-Sympathie-Lorbeeren fehlten. Umso schöner war es zu erleben, wie die Stimmung immer besser wurde.



Jetzt haben wir noch etwa eine Stunde Fahrt durch die verschneite Republik vor uns. Es war eine schöne Woche! Herzliche Grüße an alle Leserinnen und Leser von Eurem Eddi.

13.01.2001: Samstag, 13. Januar 2001, 14:5

Hallo allerseits, ein frohes neues Jahr auch von meiner Seite. Endlich läuft mein Computer wieder, ein A/B-Wandler hat mich an das weltweite Netz angeschlossen und ich habe alle 347 Mails runtergeladen (aber noch nicht wirklich alle beantwortet...)



Bei dem geilen Wetter muss ich aber dringend spazieren gehen! Daher bald mehr von: Eddi (oder auch nicht?...)

07.12.2000: Donnerstag, 07. Dezember 2000, 15:40

Hallo liebe Leute. Ich schreibe jetzt mal einen neuen Eintrag vom WISE-GUYS-Büro aus, denn seit beinahe drei Monaten habe ich keinen eigenen e-mail-Zugang mehr. Daher an dieser Stelle eine herzliche Entschuldigung an alle, die an mich gemailt haben: Ich konnte es bisher nicht lesen! (Ich freue mich darauf, irgendwann 500 Mails auf einmal runterzuladen...)



Mir geht es sehr gut, obwohl ich (s.o.) die Nachwirkungen meines Umzugs immer noch nicht verkraftet habe. Liebe Grüße und bis bald! Euer



Eddi

16.09.2000: Samstag, 16. September 2000, 21:3

Abt. unerfundene Erfindungen:

Die tragbare Erdspalte(TM). Dieses praktische, zusammenfaltbare und in der Hosentasche transportierbare Erdloch ermöglicht dem Träger das blitzschnelle Verschwinden aus allen hochnotpeinlichen Situationen. Z.B.: "Meine Freunde rülpsen im Vier-Sterne-Restaurant." (Noch vor dem Erröten ab in die tragbare Erdspalte, Reißverschluss zu, und erst wieder auftauchen, wenn alles bezahlt wurde.)



Ich ertrage es einfach nicht mehr, Woche für Woche nur Daniels Gesicht bei "Aktuelles von:" zu sehen. Ich muss also dringend mal wieder was schreiben. Es ist ein dreckiger Job, aber:



Einer muss ihn ja machen.



So kurz vor dem Konzert in der Philharmonie (neue Rechtschreibung wahrscheinlich: Filharmonie! Oder?) setzt aber leider meine Fantasie aus. Ich schreibe also doch nichts.



Ich hätte natürlich von der nervenaufreibenden Fernseh-Aufzeichnung für "IQ-Wissenschaftsshow 2000" erzählen können, die wir gestern hinter uns gebracht haben. Und wie ich mich zum Abschied mit Axel Schulz (Schultz? Jedenfalls der freundliche junge Mann aus dem Ring) unterhalten habe. Ob ich Angst hatte?? Pfff!... Der war nämlich dort Gast, neben anderen Persönlichkeiten wie Maren Kroymann, Thomas Herrmanns und einigen weniger bekannten, dafür umso faszinierenderereren Menschen aus der Wissenschaft.



Oder davon, wie bei der Quasi-Live-Aufzeichnung hinter der Bühne Daniel eine Minute vor unserem Auftritt der Text unseres "Besserwisser"-Songs beim besten Willen nicht mehr einfallen wollte, was übrigens sehr selten vorkommt. Glücklicherweise haben wir ja unseren Clemens, der ein textuelles Gedächtniswunder darstellt. So konnte die Situation wenige Sekunden vor dem Aufgang auf die Bühne gelöst werden.



Text-Hänger sind übrigens mit das Schlimmste, was einem bei einem Auftritt passieren kann. Jeder von uns - ja, sogar Clemens - hat schon mal so einen Text-Hänger erlebt, wo man als "Lead-Sänger", der im Rampen-Licht steht, plötzlich herumstammelt, rot wird und nicht mehr weiterweiß. Der Puls geht von 110 auf 225 hoch, Schweiß bricht aus, und man wünscht sich eine Erfindung, die es noch zu erfinden gilt:



...siehe oben.

30.08.2000: Mittwoch, 30. August 2000, 15:55

Das kann ich mir natürlich nicht länger bieten lassen. Trotz extremer Einfallslosigkeit und fortschreitender Charts-Demenz also hier ein kleiner "aktueller" Eintrag von mir.



TACH ZUSAMMEN!



Es gibt viel zu freuen: fangen wir's an. Wir hatten in letzter Zeit diverse lustige und spannende Veranstaltungen (WISE GUYS und Andreas Etienne gestern abend im Sion-Brauhaus; Konzerte in Olpe und in Wilhelmshaven). Die Gästebucheintragungen zeugen davon, und ich möchte mich sehr herzlich dafür bedanken. Ebenso wie für das Lob auf unsere CD, die ja auf Platz 93 in den Charts gelandet ist ... allein das wäre ein Grund gewesen, mir gestern abend hemmungslos die Kante zu geben. Und das habe ich ja dann auch getan.



So, jetzt reicht's erst mal wieder. Hackt doch auf den anderen rum.



Herzlich grüßt der Eddi

29.07.2000: Samstag, 29. Juli 2000, 11:24

Einen herzlichen Gruss aus dem relativ sonnigen Devon in Suedwest-England!



Offenbar bin ich der einzige Wise Guy, der noch im Urlaub ist. Ja, ich werde jeden Tag auskosten und erst spaet am Montag Abend wieder in Koeln einfliegen.



Gestern hatte ich einen sonnigen Tag am Strand; der Atlantik gab uns richtige Wellen, und ich konnte Eis essen, Tee trinken und einen (kleinen) Drachen steigen lassen. Es war also ein richtiger Ferientag, wie er im Buche steht! Abends wurde sogar noch im Kreise der erweiterten Familie Poch gespielt.



Gleich geht's wieder los; zwei Tage habe ich noch!! Liebe Gruesse von Eddi

23.07.2000: Sonntag, 23. Juli 2000, 9:7

Liebe Sommerpaeusler!





Ich sitze z.Zt. im leicht verregneten, kalten London und denke darueber nach, dass man sowohl die Umlaute als auch die Waermegrade in Europa etwas fairer haette verteilen koennen.



Ich habe zwei Wochen wunderbarstes Paddeln auf dem kleinen Fluss Drawa hinter mir. "Zwischenfallslos" waere der falsche Ausdruck: Unser Faltboot (Marke RZ85 von Pouch - wer in der DDR gelebt hat, wird es kennen) wurde einmal von einer ueblen Scherbe oder etwas Aehnlichem aufgeschlitzt. Ein anderes Mal wurden wir von einem sturzbach-aehnlichen Regenguss total durchnaesst und durchfroren. (Mal sehen, wer sich zum Herbst hin am besten abgehaertet hat!) Beim Durchfahren eines NATO-Uebungsgelaendes (angeblich des groessten in West-Europa) tauchte vor uns ein Froschmann auf und blickte uns unverwandt an - offenbar wurden wir jedoch als ungefaehrlich eingestuft. Saufende polnische Abiturienten kotzten vor unseren Augen in Seen. Usw. usw. usw.



Ausser Regen nix gewesen? Doch, es war ein wunderbarer natur-naher Urlaub. Ich habe noch nie so viele Vogelarten (u.a. Stoerche und Adler), Fischarten, Frosch- und andere Tierarten gesehen. Die Landschaft ist herrlich, Pommern zaehlt zu den am duennsten besiedelten Regionen im noerdlichen Westeuropa. Ich kann das Kanufahren an sich, die DDR-Faltboote im Besonderen und die Drawa als Paddelfluss (180km in zwei Wochen sind ideal) wirklich nur waermstens empfehlen.



Fuer meine England-Woche, die ich jetzt bei meinen diversen Geschwistern hier verbringe, wuensche ich mir und allen Leidensgenossen allerdings: Etwas waermer, wenn et jeit.



Herzliche Urlaubsgruesse von Eddi

09.07.2000: Sonntag, 09. Juli 2000, 11:15

Vor dem endgültigen Abflug nach Polen (nein, ich habe schon vor, nochmal wieder zu kommen) melde ich mich aus Hannover.

Gestern war ich nämlich auf der EXPO 2000, und ich muss schon sagen: Sie ist einen Besuch wert! Mich hat besonders der deutsche Pavillon beeindruckt, den ich leider erst ganz am Schluss besucht habe. Schwer zu beschreiben, wie da auf multimediale Weise ein Bild von Deutschland gezeichnet wurde. Aber ich fand es sehr gut gemacht.

"Warum schreibt der das?" höre ich euch fragen. Bevor ich mir eine Antwort aus den Fingern saugen muss, verabschiedet sich schnell



euer Eddi

05.07.2000: Mittwoch, 05. Juli 2000, 21:52

Hallo zusammen!





Einen wunderschönen sonnigen Sommer wünsche ich allen Surferinnen und Surfern, sowie allen, die im Sommer surfen gehen, oder auch paddeln. Wie ich: Ich fahre mit einem Freund nach Polen und wir paddeln die "Drawa" hinunter.



Vielleicht sollte ich mir sowieso in Zukunft angewöhnen, zu sagen: Ich bin letzte Nacht wieder drei Stunden im Internet gepaddelt. Bei meinem langsamen Modem wäre diese Formulierung sicher angemessener als "surfen".





Übrigens: Vielen Dank für alle Bemerkungen re: Moderationen. Ich bin auf sehr positive sowie auch gelegentlich relativ negative Kritik gestoßen. Da ich Berufsoptimist bin, gehe ich gelassen in die Ferien und freue mich darauf, auch nach der Sommerpause weiterhin in jedem Konzert ein Lied anzumoderieren. (Keine Angst, es wird nicht mehr als eins werden...) Ich freue mich also, dass es noch Raum für Verbesserungen gibt. - Vielen Dank allen Kritikerinnen und Kritikern.



Also: Auf Wiedersehen im August!

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