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News

vor 06.04.2009: Tanzbrunnen-Open-Air am Sonntag:

Tageskasse ab 15:00 Uhr
Einlass ab 16:00 Uhr
Konzertbeginn um 17:00 Uhr

Noch gibt es Tickets im Vorverkauf, es könnte aber evtl. passieren, dass wir am Sonntag irgendwann die Tageskasse dichtmachen müssen: Der aktuelle Stand liegt jetzt bei über 10.000 Zuschauern, Vielen Dank an alle, die Tickets geholt und diese Rekordzahl verursacht haben! Nicht vergessen: Es gibt einen Großbildschirm - die Optik ist gesichert! Der Vorverkauf läuft noch Freitag und Samstag weiter - Info: Köln Ticket, Tel. 0221 - 2801!

vor 06.04.2009: Verbotene Lyrik!


Die neue Fotostory über unsere Touren der letzten Wochen! Teil I: Die Nord-Tour vom Februar

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Die Foto-Highlights unserer letzten Touren

So viele Touren und so viele Fotos - inzwischen übrigens mit einer etwas besseren Kamera - da kommt man ja mit den Fotostories überhaupt nicht mehr hinterher...deswegen fasse ich die spannendsten, anrührendsten und bewegendsten Momente der letzten Wochen hier im Block zusammen.

Beginnen wir mit unserer Nordtour (14.-21.2.), die uns nach Hamburg, Wilhelmshaven, Bremen, Kellinghusen, Itzehoe und Kiel führte:
Der erste dramatische Zwischenfall ereignet sich bereits auf dem Hinweg bei Kilometer 230 auf der A1. Irgendetwas stimmt mit dem Auto nicht. Die Frontscheibe ist schmutzig, aber das Wasser für die Scheibenwischanlage ist leer. Vermutlich alles verdunstet.


Sofort geraten wir in helle Panik. Eddi (hinten links) schmeißt eine Tüte weichgewordener Kekse in den Müll, ich verständige per Handy den ADAC, während Clemens gegen unseren ausdrücklichen Rat in aufgesetzter Macho-Haltung versucht, das Problem eigenhändig zu lösen - mit Erfolg! Als hätte er sein Leben lang nichts anderes getan, füllt er elegant das Wasser nach. Die Reise kann weitergehen, das Konzert in Hamburg ist gerettet.


Trotzdem fallen uns die mahnenden Worte unseres Tontechnikers Reinhard Luke Klose ein, der uns erst kürzlich alternative Verkehrsmittel anempfohlen hatte, die er selbst schon seit Jahren nutze. Hätten wir nur auf ihn gehört! Die nächste unangenehme Überraschung erwartet uns in Wilhelmshaven. Was wir für einen Druckfehler gehalten hatten ("Botel"), entpuppt sich als die nackte Wahrheit: Unser Hotel ist tatsächlich ein Boot!


Wir nehmen diese Herausforderung mit seemännischer Gelassenheit an.


Ferenc erwischt eine Kajüte mit einem kreisrunden, altertümlich anmutenden Fernsehgerät...


...auf dem gerade eine blöde Tierdokumentation läuft.


Einschränkungen sind auch in puncto Kopffreiheit zu beklagen.


Sehr großzügig hingegen die Ausmaße des äußeren Swimmingpools.


Der nächste Schock: Im Backstagebereich des Wilhelmshavener "Pumpwerks", wo unser abendliches Konzert stattfindet, hat irgendein Witzbold das Klo direkt neben die Spülmaschine gebaut. Aus Protest gehen wir mit ungespülten Gläsern auf die Bühne.


Es ist 17:30 Uhr, das Konzert soll um 20:30 Uhr beginnen, aber der Saal des "Pumpwerks" ist noch gähnend leer! Dass diese Norddeutschen immer alles auf den letzten Drücker machen müssen...


Wir beschließen, nicht vor 20:30 Uhr mir dem Konzert anzufangen, und verkürzen uns die Wartezeit, indem wir das Lied "Die Philosoffen" von Tom van Hasselt einzuüben beginnen. Beim Versuch, den Takt leise mitzuklopfen, zerstöre ich einen Kugelschreiber und verstecke ihn anschließend in der Spülmaschine neben dem Klo.


Eddi ist stolz auf sein neues Sweatshirt, dass er mit einer Stilberaterin farblich auf seine Gitarre abgestimmt hat. Wir verbieten ihm liebevoll, sich damit auf der Bühne zu zeigen.


Der Afterglow in Wilhelmshaven. Die Zuschauer lassen sich mit dem Heimfahren genauso viel Zeit wie mit der Anreise. Reinhard will ein Autogramm von mir, "für seinen kleinen Neffen", wie er sagt - die übliche Ausrede. Routiniert schreibe ich mit einem wasserfesten Edding meine Schlussmoderation auf sein Handgelenk. Da wird sein Neffe aber Augen machen!


Eigentlich möchten wir im Afterglow noch einen singen. Eddi will aber lieber eine kleine Soloeinlage darbieten: In Zeitlupe zeigt er dem Publikum, wie er sich mit einem simplen Handgriff in Tina Turner verwandelt. Damit haben die Wilhelmshavener nicht gerechnet. Das "Pumpwerk" ist in Sekundenbruchteilen wie leergefegt.


Ich verpasse Eddi eine orangefarbene Zwangsjacke und trage ihn in unser "Botel".


In Bremen sind wir am nächsten Tag im "Holiday Inn", einem richtig schönen Hotel. Clemens ist völlig außer sich vor Begeisterung.


Der Nachteil: Die Übernachtung ist rattenteuer. Eddi und Sari lassen sich in der Bremer Innenstadt zu dubiosen Geschäften hinreißen, um ihr Doppelzimmer zu finanzieren.


Ferenc - in Bremen aufgewachsen - schreit plötzlich "da ist der Roland!" und schießt sofort wie wild mit der Kamera um sich. Schön, wenn man auf einer Tour alte Freunde wiedertrifft. Wir anderen kennen in Bremen keinen Roland. Aber wir kennen "Karstadt". Das ist die Hauptstadt von Südafrika.


Die Bühne des Theaters "Die Glocke" in Bremen. "Die Anwaltskanzlei" wäre auch kein schlechter Name gewesen. Das Konzert wird trotz der optisch gewöhnungsbedürftigen Bühne stimmungsmäßig der absolute Hammer. Die Bremer sind richtig gut drauf.
Im Afterglow verblüfft ein etwas verknittert wirkender Bremer Herr Eddi mit seinem Brillen-Hypnose-Trick:



Das Prinzip ist simpel: Hypnosekünstler können ihre Opfer manipulieren, sofern diese über eine geringere Intelligenz verfügen. Aber auch Clemens beherrscht Übersinnliches:


Allein kraft seines Grinsens kann er einen gefühlskalten Teelöffel in einen trance-ähnlichen Schwebezustand versetzen.


Clemens kann sich nach seiner Hypnose-Show leider nicht mit den Zuschauern unterhalten, weil er eine Übermüdungsattacke erleidet und auf der Treppe einschläft. Schade für ihn.

Wir fahren weiter nach Kellinghusen.


Das für uns gebuchte Hotel in Kellinghusen wirkt wirklich sehr spartanisch. Vielleicht sind wir inzwischen ja auch einfach nur verwöhnte Schnösel geworden...jedenfalls reisen wir sofort weiter nach Itzehoe.


Eines steht definitv fest: Dieses Nomadenleben auf Tour macht verdammt einsam. Und dumm. Tapfer geben wir uns gegenseitig Halt.


Sari und Eddi fragen sich an einer Raststätte, was New York, Tokio, Moskau und unser nächster Zielort Itzehoe gemeinsam haben. Die Antwort finden sie erst zwei Stunden später im Hotel:


Die genannten Orte verfügen alle über eine Uhrzeit.


Unser sportlicher Ehrgeiz treibt uns an den Strand. Drei Stunden lang spielen wir das von uns höchstselbst entwickelte Powerspiel "Ringball": Punkte gibt es nur, wenn der Ball auf dem Ring des Korbes liegenbleibt. Das Spiel endet 0:0.


Am Strand von Eckernförde bieten wir ein einzigartiges Kulturspektakel an: In szenisch-pantomimischer Darstellung präsentieren wir kostenlos unsere Adaption des Hollywood-Epos' "Titanic" mit mir als Kate Winslet, Sari als Leonardo DiCaprio und Clemens als Der Mast. Die Kritiker jubeln.


Die Aufführung muss wegen drohenden Regens unterbrochen werden. Ferenc sucht Schutz unter einer gewagten Skulptur von Arielle, der Meerjungfrau.


Die Regenfälle erreichen apokalyptische Ausmaße. In Sekundenschnelle stehen ganze Landstriche bei Eckernförde komplett unter Wasser.


Ungemach droht uns vor dem letzten Konzert der Nordtour in der ebenfalls ausverkauften Kieler Traumfabrik: Ein möglicherweise unkonzentriertes Konzert wegen Schlafmangels. Die Dame an der Rezeption hatte uns verraten, dass sich zwei von uns in der vergangenen Nacht alle Filme der Pay-TV-Kanäle angeschaut hatten. In der Garderobe des Konzertsaals versuchen wir, die Nachteulen zu entlarven und werden schnell fündig:



Trotzdem wird das Konzert ein Erfolg: Clemens schafft es, die Bühne zu betreten, ohne sich die Schädeldecke einzuschlagen.
Und so geht's weiter:

Die WISE GUYS in Berlin - Auf den Spuren des Kaisers!













vor 06.04.2009: Wir wünschen allen ein frohes Osterfest!


Ein soeben von uns entdecktes Osterei (fotografiert aus der Perspektive des Ostereis)

vor 06.04.2009: WISE GUYS live. Unser aktuelles Album:

In der Woche vom 4. bis zum 10.9.2000 standen wir sogar auf Platz 93 der deutschen Album-Charts.
Auf dieser Live-CD befindet sich als Bonustrack das Lied "Zu schön für diese Welt" in einer Studio-Aufnahme. Hier kommen 30 Sekunden zum neugierig machen...

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Ein Konzertabend im Kölner Millowitschtheater vom April 2000.

16 Songs aus dem aktuellen Konzertprogramm.
Atmosphäre, Ansagen und Applaus zum ersten Mal mit auf CD. Als Bonus-Track eine neue Studioversion.
Ab 21.8.



Hier die Titel auf der CD:


1.Gedanken vor Konzertbeginn
2.Skandal
3.Moderation
4.Köln ist einfach korrekt
5.Moderation
6.Baby noch einmal (Hit me baby one more time)
7.Moderation
8.Wie kann es sein
9.Parfüm (Es blieb von unserem Glück nur dein Parfüm zurück)
10.Moderation
11.GoldenEye
12.Moderation
13.Meine heiße Liebe
14.Moderation
15.Mädchen lach doch mal
16.Root Beer Rag
17.Moderation
18.Probier's mal mit 'nem Bass
19.Moderation
20.Nein, nein, nein!
21.Moderation
22.Do you believe (in Kölle Alaaf)
23.Moderation
24.Velieben, verloren, vergessen, verzeihn
25.Moderation
26.Ich will keine a cappella
27.Moderation
28.Wenn ich ens nit mieh existiere
Als Bonustrack und einzige Studioversion:
29.Zu schön für diese Welt

Die CD hat die Bestell-Nr.60094 und erscheint bei Pavement Records.

Hier der Text unserer einzigen Studioversion:

Zu schön für diese Welt

Musik & Text: Daniel Dickopf; Arrangement: Edzard Hüneke; WISE GUYS 2000

1. Sie ist 'ne Feine
ist so schön wie keine
wunderbare Beine
ich betete zum Himmel, dass sie mir im Traum erscheine.
Ihre schmalen Lenden,
Beine, die nicht enden,
Männer halten an, um sich nach ihr umzuwenden.
Kurz: Sie ist fantastisch,
durch und durch elastisch,
wenn ich sie beschreib, werden meine Worte plastisch.
Sie ist einfach nur bombastisch
(zu schön für diese Welt)

Sie ist zu schön für diese Welt.
Alles, was einem Mann an 'ner Frau gefällt,
das hat sie, und noch viel mehr -
Wenn sie nicht so unbeschreiblich weiblich wär'!
Sie ist zu schön für diese Welt.
So hab ich mir meine Traumfrau vorgestellt!
Einfach völlig perfekt -
irgendwie suspekt...


2. Weil mein Leben grad im Stau stand,
als ich diese Frau fand,
betrieb ich großen Aufwand,
denn meine Hormone probten kollektiv den Aufstand.
Sie war so verwegen,
ich war so verlegen,
aber eines Tages, ohne groß zu überlegen,
hab ich ihr geschrieben,
folgte meinen Trieben,
war auf Wolke Sieben und wär' gerne dort geblieben.
Wie konnt' ich mich nur so verlieben?
(zu schön für diese Welt)

Sie ist zu schön für diese Welt.
Alles, was einem Mann an 'ner Frau gefällt,
das hat sie, und noch viel mehr -
Wenn sie nicht so unbeschreiblich weiblich wär'!
Sie ist zu schön für diese Welt.
So hab ich mir meine Traumfrau vorgestellt!
Einfach völlig perfekt -
irgendwie suspekt...


3. Ich will mit ihr allein sein
und lad sie zu 'nem Wein ein.
Ich will micht gemein sein,
doch sie ist das relative Gegenteil von Einstein:
Phrase über Phrase,
ihr Name ist Hase,
ich bestaune ihre Schönheit - und bohre in der Nase.
Wenige Sekunden
ziehn sich hin wie Stunden,
und ich wär' so gern still und unsichtbar verschwunden...
die Frau ist völlig falsch verbunden!

Sie ist zu schön für diese Welt.
Alles, was einem Mann an 'ner Frau gefällt,
das hat sie, und noch viel mehr -
Wenn sie nicht so unbeschreiblich dämlich wär'!
Doch das stört sie leider nicht -
hält Monologe ohne Pause -
oben brennt zwar das Licht,
aber keiner ist zu Hause!

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten?
Langweilige Geschichten von mir unbekannten Leuten
interessiern mich nicht die Bohne -
geistig oben ohne!
Zu schön für diese Welt,
aber leider dumm wie ein Stück Brot.
Bei ihr ist gar nichts los hier oben...
Sie ist zu schön für diese Welt,
doch ich vergaß das Elfte Gebot:
"Du sollst den Tag nicht vor dem Abend loben!"
Sie ist zu schön für diese Welt!





Der offizielle Pressetext unserer Plattenfirma Pavement Records:


Die WISE GUYS sind die ungewöhnlichste und beliebteste A-Capella-Band in Deutschland. Die fünf sympathischen Kölner begeistern mit ihrer temporeichen, mitreißenden Show einfach jedes Publikum.

Die WISE GUYS vergrößern ständig ihre Fangemeinde. Jährlich über 150 ausverkaufte Konzerte im ganzen Bundesgebiet sprechen eine eindeutige Sprache. Haben sie einmal in einer Stadt gastiert, sind beim zweiten Gastspiel meist schon die Konzertsäle zu klein. So verwundert es keineswegs, dass so namhafte Spielstätten wie die Kölner Philarmonie, der Tränenpalast in Berlin, die Alte Oper in Frankfurt oder die Beethovenhalle in Bonn auf dem Tourkalender der Band auftauchen. Trotz widrigster Witterungsverhältnisse kamen im Mai dieses Jahres mehr als 7.000 Besucher zum Open-Air-Konzert der WISE GUYS im Kölner Tanzbrunnen: Es war die größte Zuschauerzahl, die eine deutsche A-Capella-Band jemals erreicht hat. Auch die beiden Konzerte im September 2000 in der Kölner Philarmonie waren im Hanumdrehen ausverkauft.

Die Gruppe bezeichnet sich selbst als "Live-Act", weil sie im Konzertrahmen ihre Stärken voll ausspielen kann. Die vielseitigen Kompositionen, die witzigen Texte, der ausgezeichnete mehrstimmige Satzgesang, die originellen Moderationen und auch die choreographisch unterlegte Performance auf der Bühne reißen die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen hin. Die WISE GUYS passen in keine stilistische Schublade - man muss sie live erlebt haben.

Auf diesem Live-Album findet sich neben den beliebtesten Hits der WISE GUYS auch der neue Studio-Titel "Zu schön für diese Welt". Um den Live-Charakter des Albums zu unterstreichen, kommen natürlich Moderation und Atmosphäre nicht zu kurz.

Wise Guys "Live" A-Capella Musik vom Feinsten






vor 06.04.2009: Ganz Weit Vorne!

13.2.: Jetzt in voller Länge und Pracht:

Die neue Fotostory von unserer "Nordost-Mini-Tour"

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Wir haben es an uns selbst nun wirklich schon oft genug erlebt, dieses Demenz-Phänomen, das allmähliche Erreichen eines Zustands intellektueller Untertourigkeit im Einklang mit dem Verlust jeglicher kommunikativer In- oder Outputfähigkeit. Vor allem im Studio bei CD-Aufnahmen, immer wieder aber auch bei langen Touren. Es hat uns anfangs ein wenig verängstigt, wenn wir plötzlich undefinierbare Geräusche absonderten, einen einzelnen Satz in Sekundenbruchteilen zehnmal wiederholten oder bar jeder Ursache in hysterisches Gelächter verfielen. Beruhigend war jedoch, dass wir diese unheimlichen Vorgänge zufriedenstellend erklären zu können glaubten: Im Studio lag's an der schlechten Luft, bei Touren am Umstand, über einen zu langen Zeitraum zu eng mit verhaltensauffälligen (Fast-)Gleichaltrigen konfrontiert gewesen zu sein.
Jetzt, nach unserer "Nordost-Mini-Tour", fallen diese Erklärungsmuster ersatzlos weg. Es gibt genügend alarmierende Anzeichen dafür, dass die Demenz zu einem grundsätzlichen, festen Bestandteil unserer kleinen Combo geworden ist! Hier die Beweisführung:
Die folgende Situation ergibt sich nur knapp eine Stunde nach der Abfahrt aus Köln. Der Wageninnenraum ist durchaus hinreichend mit Sauerstoff versorgt, und wir hängen uns noch nicht mal komplett auf der Pelle, weil Clemens und Sari in einem anderen Auto fahren. Trotzdem bietet sich mir das folgende Bild des Grauens, wenn ich in den Rückspiegel blicke:


Nachdem Eddi und Ferenc diese Haltung zwanzig Minuten lang nicht verändern, entschließe ich mich, wieder nach vorne zu schauen:


Der Anblick ist wie eine Erlösung für mich - verglichen mit dem Rückspiegel einfach nur ästhetisch, schön und aufregend. Trotzdem entschließen wir uns zu einer vorgezogenen Pause.


Obwohl es, wie auf dem Bild deutlich zu erkennen, -1°C ist, setzt Eddi sich an sein neues "i-Book". Das ist quasi, soweit ich das verstanden habe, ein Mac als Notebook. Das Design erinnert an "Mein erster Sony", das Kassettenabspielgerät für Kinder von drei bis fünf. Eddis Gesichtsausdruck erinnert ebenfalls an ein Kind von drei bis fünf.


Wir beteiligen uns während der Pause spontan an der Aktion "Tempo und Softie: Nette Menschen fahren schneller!" Die einleuchtende Idee dieser guten Sache: Wenn sowieso jeder über die Autobahn heizt wie ein Vollidiot, dann soll man dabei wenigstens ein angenehm-höfliches Benehmen an den Tag legen. Einen wirklich überzeugenden Slogan für diese Aktion haben die Macher selbstverständlich auch entwickelt:


Grinsend wie die Honigkuchenpferde springen wir wieder in den Van und rasen von weiter Richtung Braunschweig.


In Braunschweig treffen wir auch die beiden anderen wieder. Obwohl die Verpflegung in der Stadthalle wirklich reichhaltig ist, versucht Sari, Eddis Ohr auszuschlecken. Die Kamera weigert sich, diesen Vorgang scharfzustellen.


Ferenc (er trägt übrigens ein Tour-T-Shirt von 1996) und Jürgen Opper, der die Technik zur Verfügung gestellt und aufgebaut hat, tun so, als ginge sie das alles nichts an. Es gibt Nudeln mit Filetstreifen. Ob es sich dabei um Rinderfilet handelt, ist mittlerweile eigentlich auch egal. Sari hat inzwischen von Eddi abgelassen und präsentiert einen "konstruktiven Vorschlag" für ein mögliches neues Bühnenoutfit der WISE GUYS:


"Die Idee ist nicht schlecht" - wir versichern Sari, darüber "intensiv nachzudenken".


Mit eisernem Willen gelingt es mir, meinen persönlichen Rekord im Spiel "Snake" auf Saris Handy einzustellen. Plötzlich kommen die Jungs in die Umkleide. Sie haben die erste Konzerthälfte ohne mich gemacht und kündigen an, meine Gage um 50% zu kürzen. Ich bin leicht verstimmt, lasse mir aber nichts anmerken. Stattdessen nehme ich die Kamera und fordere Clemens dazu auf, mal eine "total verrückte Pose" einzunehmen, weil er bisher noch auf keinem einzigen Bild zu sehen war:


Clemens hat keine Ahnung, wovon ich spreche....


....ist aber durchaus lern- und anpassungsfähig. Tina von der Konzertagentur Miro, die uns in Braunschweig betreut, versetzt uns mit heimischem Bier und dem Pfeil aus Kinderriegeln in helle Begeisterung, auch wenn man das nicht allen direkt ansieht.


Um uns kulturell und intellektuell wieder ein bisschen Leben einzuhauchen, laufen wir am nächsten Vormittag durch Braunschweig und fotografieren ein paar alt aussehende Gebäude. Das hier ist vielleicht das Rathaus. Soll niemand sagen, wir versuchten nicht aufrichtig, unseren Horizont zu erweitern!


Reinhard Klose, unser Tontechniker, erklärt Eddi auf italienisch, wie wenig Gepäck er bei einer solchen Tour nur benötige: Ein paar Tischtennisbälle, fünf Walkmen, Batterien sowie eine Liste mit seiner Adresse und Telefonnummer, die er an den Kofferdeckel geklebt hat, falls er mal zu Hause anrufen will. Eddi ist begeistert! Wenn wir alle so wenig Zeug mitnähmen, hätten wir noch mehr Platz im Auto! Er versucht, die anderen zu überzeugen:


Sofort kommt es zu einem heftigen Streit. Clemens sagt, er könne das alles nicht mehr hören, und außerdem: Wo solle er denn auf die Schnelle die Tischtennisbälle herbekommen...


...und überhaupt: Seine eigene Reisetasche sei nur sooo klein! Der Streit hinterlässt nur Verlierer: Sari hat diese Auseinandersetzung intellektuell ausgelaugt. Er überlegt, sich während der ersten Konzerthälfte in Büren aufs Ohr zu legen...


...Clemens klagt über erste Anzeichen einer ernsthaften Persönlichkeitsspaltung, denn er hat plötzlich Migräne...


...und Eddi wendet sich frustriert einer Zeitschrift zu, deren Inhalt er nicht begreifen will.
In dieser Krisensituation ist es ganz wichtig, dass wenigstens einer einen kühlen Kopf bewahrt:


Ich versuche, Sari aufzuwecken, indem ich ihm erkläre, wie man den idealen Abstand vom Mund zum Headset, unserem Kopfbügelmikrofon, professionell messen kann: Man muss einfach nur die Unterlippe so weit strecken, das man den Mikrofonkopf leicht touchiert:


Eine gleichermaßen wirkungsvolle wie ästhetische Übung.


Mein Plan geht auf: Sari ist ebenso begeistert wie beschäftigt, und seine Müdigkeit ist wie weggeblasen. Er entwickelt sogar wieder Kreativität und hat einen neuen Vorschlag für unser Bühnenoutfit:


"Die Idee ist nicht schlecht" - wir versichern Sari, darüber "intensiv nachzudenken".
Am Abend fahren wir von Büren wieder nach Braunschweig, übernachten und ziehen am nächsten Tag weiter nach Berlin.


Die Fahrt verläuft ruhig und höhepunktslos. Hinter dem Fahrersitz klemmt griffbereit der Stadtplan von Düsseldorf. Wenn wir uns über andere Autofahrer aufregen, ziehen wir ihn blitzschnell hervor und halten die Titelseite gegen die Scheibe. Das ist viel effektiver (und billiger) als die alte Variante mit Stinkefinger oder blankem Hintern.
In Berlin haben wir einen Auftritt im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum "Jahr der Lebenswissenschaften" (thematischer Schwerpunkt: Chancen und Gefahren der Gentechnologie) und sollen unter anderem unsere Auftragskomposition "Höher, schneller, weiter" singen.
Berlin ist natürlich eine geile Stadt. Schön: Das Stadtbild hat sich im Laufe der letzten fünf Jahre, in denen wir immer wieder dort waren, überhaupt nicht verändert...


...immer noch überall diese stolzen Kräne, die über dem Stadtpanorama thronen und sich nie bewegen! Eine Überraschung erwartet uns aber am Wahrzeichen Berlins:


Die deutsche Telekom hat sich offenbar an die tolle PR-Aktion mit dem Reichstag erinnert und nun kurzerhand das Brandenburger Tor verhüllt (wenn sich die Dauer der Renovierungsarbeiten proportional zu der Zeit verhält, die die Telekom braucht, um einen neuen Telefonanschluss freizuschalten, dann werden die nachfolgenden Generationen sich an diesen Anblick gewöhnen müssen).

Am späten Nachmittag treffen wir im Martin-Gropius-Bau ein. Eigentlich sollen wir einen Soundcheck machen, werden aber durch die faszinierende Fernsehkulisse abgelenkt.


Ferenc versucht, am ehrenwerten Podium der TV-Diskussion wieder geistige Frische gegen die sich rapide ausbreitende Demenz zu erlangen (Teilnehmer der abendlichen Gesprächsrunde sind unter anderem Bundesforschungsministerin Bulmahn und Philosoph Sloterdijk, Gesprächsleitung: Ranga Yogeshwar)...


...während ich verzweifelt die Fernsehkameras suche, denn: Ins Fernsehn kommen is' immer gut. Ich sehe aber in der gesamten linken Hälfte des Saales nur Haare.


Zum Glück werden wir endlich fündig: Wir sind live im Bild! Das bringt uns zwar nicht ins Fernsehen, aber im Saal erreichen wir die traumhafte Einschaltquote von 100%.


Ansonsten haben wir jede Menge Spaß im interessanten Ambiente des Martin-Gropius-Baus. Ferenc folgt hier dem wichtigsten Lehrsatz des Showbusiness: "Wenn du unterhaltsam wirken willst, dann umgebe dich mit Leuten, die weniger unterhaltsam sind als du!".


Wieder mal haben wir jede Menge Wartezeit bis zum Auftritt. Irgendjemand hat gesagt, dass Selbstportraits immer blöd aussehen. Ich probiere es aus. Irgendjemand hatte Recht.


Das Catering in Berlin ist bemerkenswert und muss im Bild festgehalten werden: Neben den alkoholfreien Getränken finden wir zehn säuberlich positionierte Kaffeetassen, Milch, Zucker und Süßstoff. Fehlt eigentlich nur noch der Kaffee.


Ferenc trinkt kurz entschlossen Kondensmilch mit Süßstoff. Die WISE GUYS können eben auch ohne Kaffee fröhlich sein.

Unser Auftritt später ist nicht gerade der Hammer. Die ganze Veranstaltung leidet unter der "Kathedralen-Akustik", und die Aufmerksamkeit wird immer wieder durch Gentechnik-Gegner gestört, die Sirenen und Trillerpfeifen betätigen. Dass unser Text durchaus kritisch ist, nehmen sie dabei leider nicht zur Kenntnis. Was soll's. Immerhin prägt Reinhard ein neues Tour-Motto, indem er trocken feststellt, unser Auftritt sei "ganz weit vorne" gewesen. Trotzdem sind die Veranstalter zufrieden. Alle Beteiligten werden noch zu dem, was wir "Afterglow" nennen, in ein ziemlich nobles Berliner Lokal geladen (ääh...wir hoffen zumindest, dass die Rechnung hinterher von irgendwem bezahlt worden ist...). Frau Ministerin, Herr Philosoph, Ranga Yogeshwar, Jean Pütz und zahlreiche andere hochintelligente Menschen sind mit dabei - und außerdem noch vier von uns.


Ich werde sentimental. Wenn mir jemand vor fünfzehn Jahren gesagt hätte, ich würde im Januar 2001 im wiedervereinigten Deutschland in einem Berliner Edellokal sitzen, Seite an Seite mit einer Nobelpreisträgerin und anderen klugen und prominenten Menschen, hätte mich das nicht im Geringsten irritiert...


...aber dass ich Feldsalat mit Schafskäse und Pinienkernen essen und sogar mögen würde, hätte ich nie im Leben für möglich gehalten.


Sari hat eine weitere glanzvolle Idee, wie man das Rauchen zumindest reduzieren kann: Man muss die Zigarette so hoch halten, dass man mit dem Feuer nicht drankommt. Dadurch bleibt die Fluppe aus - eine prima Sache!
Ein schöner Abend geht zu Ende. Eddi wird sich am nächsten Tag noch ärgern...


...dass er nichts von dem legendären Feldsalat mitbekommen hat.


Dann die Reise nach Dresden: Sari wird nach drei Stunden Fahrt unruhig. Er fragt, wann wir denn endlich ankämen und seit wann der Reichstag in Dresden stehe. Wir beschließen, das Navigationssystem einzuschalten.

Der Alte Schlachthof in Dresden ist ein schöner Konzertraum (mit ungefähr -2°C an diesem Abend aber leider ein bisschen "frisch"), und wir werden vom Team sehr freundlich empfangen. Nach dem Soundcheck hat Ferenc einen neue Idee für unser Bühnenoutfit:


"Die Idee ist nicht schlecht" - wir versichern Ferenc, darüber "intensiv nachzudenken".


Nach dem Konzert reden wir mit Bernd Aust vom "Alten Schlachthof", der für die Organisation und die Werbung mit zuständig war. Wir sind sehr froh, dass über 400 Zuschauer im Saal waren, obwohl wir in Dresden noch nie ein Konzert gemacht hatten - die meisten Leute kannten uns vorher überhaupt nicht.


Im Afterglow in Dresden lassen wir uns sogar dazu überreden, den "Tekkno" noch mal zu singen. Reinhard beweist mit diesem Bild, dass er besser mischen als fotografieren kann.

Auf dem Weg zum Hotel stellen wir fest, dass Dresden total zugeschneit ist. Sari lässt dieser Umstand kalt. Er hat einen neue Idee für unsere Bühnenmimik zu Beginn unserer Konzerte:


"Die Idee ist nicht schlecht" - wir versichern Sari, darüber "intensiv nachzudenken".


Eddi wagt den Erstschlag und eröffnet eine kurze, aber heftige nächtliche Schneeballschlacht...


...deren einziges Opfer er selbst wird.


Nach dem Erhalt widersprüchlicher Informationen über das Nachtleben in Dresden entscheiden wir uns einstimmig für einen gemeinsamen Tour-After-Afterglow an der Hotelbar. Mit dabei sind natürlich Reinhard Klose unser Konzertagent Michael Schweiger - allerdings erst, nachdem wir ihnen schriftlich zugesichert haben, den Deckel zu zahlen und keine Fotos mehr zu machen.


Die Rückfahrt von Dresden nach Köln: Ganz Deutschland liegt unter einer wundervollen weißen Schneedecke. Erst 30 Kilometer vor Köln bietet sich uns endlich wieder das vertraute Bild - Regen und Schneematsch. Jetzt, da die Tour fast vorbei ist, aktivieren wir wieder unsere Gehirnzellen. Das beweist ein erneuter Blick in den Rückspiegel:


Es wird wieder gelesen! - Fragt sich nur, was...





vor 06.04.2009: Heute Abend läuft das “Radio-Konzert”!

Uhrzeit: 21:05 - 22:50 Uhr
Unser Konzert im "Arithmeum" in Bonn (das als "Treppenhauskonzert" in die Geschichte der WISE GUYS eingehen wird) wird heute vom Deutschlandfunk (DLF) ausgestrahlt. Der DLF kann in ganz Deutschland empfangen werden:
Hier findet Ihr die jeweilige Frequenz des DLF in Eurer Region

vor 06.04.2009: Wohl verrückt geworden??!!

Foto-Story, Teil I und II: Die WISE GUYS in Süddeutschland (freigegeben ab 16 Jahren)

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Neue Foto-Story: Die WISE GUYS in Süddeutschland

Teil I


"Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen" war die Devise (siehe "Dresden-Fotostory"). Umweltschutz hin oder her...jetzt fahren wir mal mit dem Auto!

Hier seht Ihr den komplett gepackten Wagen vor unserem Büro in Köln-Sülz (Eingang: Linkes Garagentor) wenige Sekunden vor der Abfahrt. Eddi hat das Bild gemacht, darum ist es so unscharf und vom Bildausschnitt her unglücklich gewählt...wie auch immer: Unser erster Zielort hieß Kaiserslautern:

Eddi präsentiert - gerade angekommen im "Hotel Zepp" (Super-Laden!) - eine Illustrierte aus der Pfalz. Das winzigkleine Heft in der anderen Hand hat den schönen Titel "Highlights Kaiserslautern"....und droht vor lauter Höhepunkten schier zu explodieren (später sollte dann ein Smalltalk mit einem ortskundigen Studenten die Information zu Tage fördern, für ein spannendes Nachtleben fahre man besser nach Mannheim, was irgendwie bedrückend wirkte, hatte man doch die Aussage einer Mannheimer Studentin noch im Ohr, Mannheim sei fantastisch langweilig...egal!). Der Portier im Hotel versucht wie erwartet, den Eindruck zu erwecken, eine Zimmerreservierung unsererseits habe nicht stattgefunden und er habe vielleicht gar keine Zimmer mehr, ihm fehle da total der Überblick, es sei ja 'n Riesen-Hotel und überhaupt, eigentlich sei der Job ja eh' ziemlich kompliziert und er wäre im Grunde genommen viel lieber Realschulleiter. Er braucht rund vier Minuten, um die menschliche Größe zu erlangen, zuzugeben, dass Einzel- und Doppelzimmer nicht ein- und dasselbe sind, und händigt uns dann die Schlüssel aus. Falls wir später als 22:00 Uhr nach Hause kämen ("YE-HES!!! Das sagten wir bereits zweimal! Wir ham 'n Konzert!!"), sollten wir, und jetzt wird's richtig kompliziert, eine andere Tür benutzen als die "normale" Tür, er würde uns das aber jetzt alles genau zeigen.
Wir haben inzwischen eine unglaubliche Gelassenheit im Umgang mit Hotel-Portiers in der Spätschicht entwickelt, so dass wir kurz darauf zum Konzertsaal, dem "Audimax" der Uni Kaiserslautern, aufbrechen. Dort empfangen uns die netten Leute vom ASTA und führen uns schnurstracks in die Mensa:



Ferenc, Sari und Clemens werden auf ihren Tellern in wenigen Sekunden Pommes und Schollenfilet wiederfinden; die Scholle allerdings nicht mit Remouladen- sondern einer dunklen Champignonsoße. Es wird die erste "Jägerscholle" unseres Lebens.


Mit den Worten "ich tu' nur so!" versucht Eddi sich an seiner berühmten Tablett-Balance-Nummer, die schon 1983 in der elterlichen Küche nicht funktioniert hatte. Diesmal geht alles gut, weil er das Tablett vorher heimlich an seinen Zeigefinger geschraubt hatte.



Das abendliche Konzert im Audimax der Uni Kaiserslautern wird dann eine runde Geschichte. Besonders interessant ist unser Umkleideraum: Ein kreisrunder Mini-Hörsaal mit Overhead-Projektor und automatischen Jalousien. Wir nutzen die Konzertpause für ein kleines Privatseminar über chinesische Entspannungskunst, dessen Inhalt wir uns selbst ausgedacht haben - der Lerneffekt ist gleich Null.



Frühstück im "Hotel Zepp" am nächsten Morgen. Als einziger von uns hat Ferenc sich dazu aufgerafft, eine kleine Sightseeing-Tour durch Kaiserslautern zu machen; er war bei Karstadt. Eddi versucht, sein Frühstücksei zu pellen, ohne die Händer zur Hilfe zu nehmen. Der Versuch scheitert.


Die Reise geht weiter - nächste Station: Augsburg. Sari tippt gerade den Zielort ein. Das Navigationssystem hat sofort den totalen Durchblick. Unglaublich. Wir müssen für zwei Interviews zu zwei verschiedenen Augsburger Radiosendern. Clemens hat Ohrenschmerzen, weil er sein Handy verschluckt hat.


Eddi nutzt die weite Fahrt, um seine Haare in Fassung zu bringen. Weil ihm das selbst ein bisschen peinlich ist, tut er so, als telefoniere er mit seinem Handy. Kinderkram!


Angekommen bei "Radio Fantasy" in Augsburg. Wir sind wegen mehrerer Mega-Staus eine halbe Stunde zu spät gekommen. Eddi und Dän unterhalten sich angeregt darüber, ob wir nicht doch lieber mit dem Zug hätten fahren sollen. Wie man sieht, wissen wir es beide nicht.


Das Interview verläuft sehr angenehm, bis Sari plötzlich ungefragt verkündet, dass er auf der Bühne keine Unterwäsche trage. Eddi und Ferenc sind fassungslos. Clemens bleibt ruhig, denn er ahnt, dass Sari lügt.


Ohne Pause geht's zum zweiten Radiosender. Der Name "Radio Kö" lässt uns erschaudern. Sherlock Hüneke ermittelt und findet heraus, dass der Sender zum Glück mit dieser albernen Düsseldorfer Einkaufsstraße weder verwandt noch verschwägert ist. Wir beschließen, unsere Boykottentscheidung zu widerrufen.

Der Moderator bei "Kö" ist ein alter Seebär, der auf den Namen "Nautica" hört. Weltweit bekannt geworden sei er durch die Erfindung der "Jägerscholle" (Fisch mit Champignonsoße), einer kulinarischen Sensation, die mit ihrem Siegeszug sogar die Mensen der Universitäten erreicht habe. Wir tun so, als wüssten wir nicht, wovon er redet.


Bis hierhin war's ein anstrengender Tag. Wir entspannen uns auf dem Weg zum Konzertsaal der Uni Augsburg, in dem wir miteinander telefonieren. SMS zu schreiben, würde einfach zu viel Zeit kosten.

In der Augsburger Uni haben wir gleich mehrere gemütliche Umkleideräume. Jeder entspannt sich auf seine Weise. Sari liest den neuen Roman von Barbara Cartland...


...Clemens auch; er ist aber schon zwei Kapitel weiter....


...Eddi verfasst eine Weihnachtskarte für die Redaktion der Zeitschrift "Auto-Zubehör"...


...und Dän komponiert aus Langeweile eine Orgelfuge mit dem Arbeitstitel "legoland". Ferenc beschäftigt sich vermutlich mit seinem neuen Notebook, dass er in einer Discount-Supermarktkette gekauft hatte, deren Name hier keine Rolle spielt.
Übrigens finden wir per Umfrage heraus, dass von den 250 Konzertbesuchern in Augsburg ganze drei uns im Radio gehört hatten. Trotzdem wird es ein gelungener Abend.



Nach dem Konzert zeigt Eddi stolz seine linke Brustwarze. Warum er das tut, bleibt vollkommen schleierhaft.
Wir fahren noch am selben Abend weiter nach Eichstätt. Clemens und Sari übernachten bei der Familie von Clemens' Schwester, Eddi, Ferenc und Dän kehren im Gasthaus "Zur Trompete" ein. Die Formalitäten mit dem Nachtportier entsprechen haargenau unseren vorherigen Erlebnissen (Portier: "Wann wollns' denn moagen Frühstück hoam?"
Wir: "Wenn's geht um zehn!"
Portier (notiert): "Aha, neun Uhr dreißig!"
Am übernächsten Tag frühstücken wir schließlich um 12:15 Uhr.


In der katholischen Universität zu Eichstätt steht uns ebenfalls ein Umkleideraum zur Verfügung; optisch vielleicht ein wenig betonlastig. Es gibt dort zwar nichts zu essen, aber ca. sechzehn Kästen "Altmühl-Bier". Wir sind uns einig, dass das ein originelles Catering ist.
Während des Soundchecks versuchen wir uns, einmal in die Sichtweise eine Monitorbox hineinzuversetzen. Es entsteht die Kunstbilderserie
"Die WISE GUYS von ganz unten":








Natürlich machen wir trotzdem noch einen vernünftigen Soundcheck, zumal Igor uns in gewohnt schroffen Tonfall zu Disziplin und Ordnung aufruft. Ferenc erkennt, dass er von seinem In-Ear-Monitoring, seinem Knopf im Ohr, nur sehr wenig hört, wenn er es nicht einschaltet.



Die Wartezeit bis zum Konzert ist diesmal so langweilig, dass Dän versucht, seinen Horizont zu erweitern. "Kleine Tricks mit großer Wirkung", das klingt verlockend. Aber der Artikel steht definitiv in der falschen Zeitschrift.


Nette Gäste nach beim Afterglow in Eichstätt: Die Jungs von "LmaA" (so heißen sie wirklich) sind aus Zwickau angereist und singen a-cappella; unter anderem unser Lied "Wie kann es sein". Gute Einlage!

Später lassen wir den Abend in der Bar der "Trompete" ausklingen. Ferenc ist unzufrieden mit seinem Notebook. Es ist unhandlich und hat keine Tastatur.

Teil II



Am nächsten Tag haben Eddi, Ferenc und Dän Zeit, sich das malerische Städtchen Eichstätt einmal genauer anzusehen. Das Hauptproblem bei unserem Spaziergang ist das reichlich sperrige Navigationssystem, das wir uns in einem Reisebüro gekauft haben und jetzt mit uns rumschleppen müssen. Aber es hilft: Wir verlaufen uns nur ein einziges Mal (auf dem Parkplatz).


Eichstätt ist eine bayrische Stadt. Auf jeden Einwohner kommen statistisch gesehen 2,4 Kirchen.

Ganz besonders beeindruckt sind wir von diesem ebenso liebe- wie kunstvoll mit Alufolie geschmückten Weihnachtsbaum vor einem Eichstätter Sonnenstudio. Die können Weihnachten feiern, die Bayern! In einem der Folienstücke finden wir eine Wurstsemmel.

Malerisch: Die Altmühl und die Skyline von Eichstätt.


Malerisch: Dieser Sinnspruch eines unbekannten Eichstätter Jungkünstlers an einer Eichstätter Hauswand. Wir verstehen seine Botschaft und versuchen, sie zu beherzigen.


Ferenc und Eddi verstehen die Welt nicht mehr. Jahrelang hatten sie geglaubt, die CSU sei eher eine leicht konservative Partei. Das Beispiel der aktuellen Drogenpolitik im Freistaat Bayern, das wir einige Meter weiter entdecken, überrascht uns außerordentlich:

Für nur 1,-DM (1,09 niederländische Gulden) kann man sich am Automaten einen Joint holen. Das bayrische Gesundheitsministerium nennt dieses gewagte Projekt erstaunlich salopp "Tüte ziehen!". Ja, ist denn heut' scho' Weihnachten???!!


Die Tüte erzielt unterschiedliche Wirkungen: Eddi wird von einem Kreativ-Flash erfasst und bastelt sich einen Spazierstock...


...womit er schlecht beraten ist, denn Ferenc entfaltet plötzlich ein ungeahntes Agressionspotenzial.


Glücklicher Weise lässt die Wirkung rasch nach, und Ferenc ist bald wieder "normal".

Fortsetzung folgt!

vor 06.04.2009: Neues zum Thema: “Die WISE GUYS und der Kölner Stadtanzeiger”...

Neues zum Thema: "Die WISE GUYS und der Kölner Stadtanzeiger"

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Immer wieder taucht ja auch aus unserer "Hörerschaft" die Frage auf, warum der Kölner Stadtanzeiger uns so häufig "vergisst" - eine Frage, die wir leider nicht beantworten können. Dieser Tage erhielten wir Post von Alf Sarto, offensichtlich ein WISE-GUYS-Fan, der einen Leserbrief an den Stadtanzeiger geschrieben hatte. Auslöser für seinen Brief war die Glosse, die im Dezember im Lokalteil des KStA gestanden und sich, sanft spottend, auf unseren Kalender bezogen hatte (wir Fünf fanden diesen Kommentar übrigens eigentlich ganz in Ordnung). Eine Kopie dieses Leserbriefs, den der Stadtanzeiger nicht veröffentlichte, hat Alf auch an uns geschickt, und wir möchten Euch das Schreiben natürlich nicht vorenthalten:

Leserbrief

Betr.: KStA vom 19.12.00: Kalender

War das eine Freude, die Wise Guys auch einmal im redaktionellen Teil Ihrer Zeitung zu finden. Ernüchternd aber die Erkenntnis, was Sie für erwähnenswert halten: ausgerechnet den Kalender, den die Jungs in ihren Konzerten (aber da gehen Sie offensichtlich nicht hin) immer wieder vorstellen mit jenem Maß an Selbstironie, zu dem sie im Unterschied zu den meisten Ihrer Kollegen/innen fähig sind.
Interessant wäre aber nun doch die Frage nach den Gründen des ansonsten konsequenten Schweigens Ihrer Zeitung in Sachen Wise Guys. Uns fallen zwei mögliche Gründe ein: Vielleicht haben Sie die Gruppe ja doch noch nicht recht wahr genommen trotz ihres hervorragenden Niveaus und trotz verblüffender Konzertbesucherzahlen (Maritim über 1000, zwei Philharmonieabende ausverkauft, Tanzbrunnen ca. 7000) oder aber Sie boykottieren die Jungs gezielt, was immer auch der Grund dafür sein mag (Klüngeln die vielleicht nicht richtig?). Es geht also kurz gesagt um Ihre journalistische und/oder moralische Kompetenz.
Dass Sie den Kalender jedenfalls nicht brauchen, (- Hat man Ihnen den vielleicht als Geschenk zugesandt?), um den Sängern erfolgreich aus dem Weg zu gehen, haben Sie im Jahr 2000 hinreichend unter Beweis gestellt.
Im Übrigen sollten die Wise Guys die Schweigsamkeit des "Stadt-Anzeigers" verschmerzen können, zumal die Nachfrage nach Konzertkarten das Angebot regelmäßig übersteigt.

MfG Alf Sarto


In einem Begleitschreiben an uns weist Alf Sarto uns darauf hin, dass der Brief ("wie nicht anders zu erwarten") nicht veröffentlicht worden sei und dass er als Antwort vom Stadtanzeiger lediglich eine vorgedruckte Bestätigung erhalten habe, sein Schreiben sei in der Redaktion eingetroffen, man könne aber leider aus Platzgründen nicht jeden Leserbrief abdrucken.

Interessant war dann, dass mich Anfang Januar bei der Präsentation der neuen CD der "Paveier" im Alten Wartesaal Norbert Ramme, ein Mitarbeiter des Lokalteils des KStA, auf einen (wie er sagte) "bitterbösen Brief eines WISE-GUYS-Fans" ansprach, der sich über zu wenig Beiträge über uns im Stadtanzeiger aufgeregt hätte (wahrscheinlich handelt es sich dabei um obigen Brief - das ist allerdings nicht 100%ig klar). Er, Ramme, habe darauf hin einmal nachgeforscht und herausgefunden, dass es im Jahr 2000 insgesamt 27 (siebenundzwanzig) Erwähnungen der WISE GUYS im Kölner Stadtanzeiger gegeben habe; unsere Fans sollten sich doch, bitteschön, nicht so aufregen.

Also, lieber Alf Sarto, liebe sonstige Stadtanzeigerfrustrierte: 27 Erwähnungen - da kann man nun echt nicht meckern. Herr Ramme konnte mir zwar leider nicht sagen, ob er alle Werbeanzeigen (z.B. für die Live-CD) und Lokalteil-Umland-Artikel mitgezählt hatte, aber er hielt die Kritik in jedem Falle für gemein. In unserer kurzen Unterhaltung habe ich immerhin herausgefunden, dass unser Tanzbrunnenkonzert deshalb verschwiegen wurde, weil es von der "Kölnischen Rundschau" präsentiert worden sei und der Stadtanzeiger sich wegen der "redaktionellen Konkurrenz" (obwohl dem selben Verlag angehörend) beider Blätter nicht über ein "Rundschau-Konzert" hätte äußern wollen. Wie auch immer: Wir bedanken uns bei Alf Sarto und allen WISE-GUYS-Hörern für die Unterstützung, freuen uns über jede Erwähnung im Stadtanzeiger und nehmen es ansonsten locker.

Dän





vor 06.04.2009: “Singsang und Wortklang”

Berichte über unsere beiden Kabarett-Crossover-Abende mit Kleine&Linzenich bzw. mit Tom van Hasselt findet Ihr auf der Homepage von Anette Dewitz (www.dewitz-home.de - sorry, bin leider zu blöd, hier einen ordentlichen Link reinzubauen / Anm. vom Dän). Ein Artikel aus der Kölnischen Rundschau über den Auftritt im Schauspielhaus steht hier:

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Schauspielhaus: Kleine & Linzenich traten mit Wise Guys auf Von Barbro Schuchardt


Köln. Geteilter Beifall ist doppelter Beifall, sagten sich die Publikumslieblinge Wise Guys, Nikolaus Kleine und Ferdinand Linzenich, als sie den Plan für ein gemeinsames Programm ausheckten.

Unter dem Titel "Singsang und Wortklang" hatte es am Montag Premiere im Kölner Schauspielhaus. Die Rechnung ging auf - die Zuhörer klatschten sich die Hände wund und verlangten eine Zugabe nach der anderen.

"Wir wollten unsere bergischen Löwen mal Kölner Metropolen-Luft schnuppern lassen", witzelten die Wise Guys, als sie wieder aus der Versenkung des Orchestergrabens auftauchten, in dem die beiden Kabarettisten sie hatten verschwinden lassen.

Die gegenseitige Häme ist ja immer ein Hauptspaß in den Programmen des optisch so ungleichen Duos. Dieses Erfolgsrezept hatten sie nun auch auf die A-cappella-Sänger übertragen, mit denen sie sich im Lauf des kurzweiligen Abends so manches zungenflinke Match lieferten.

Gänzlich neu war das, was die sieben Künstler da gemeinsam auf die Beine gestellt hatten, jedoch nicht. Sie bündelten die bekanntesten und beliebtesten Versatzstücke ihrer Programme zu kleinen Blöcken, denen sie durch virtuose Zwischenmoderationen und -sketche einen witzigen Überbau verpassten. Wobei die Grenzen zwischen Musik- und Wortakrobatik fließend waren, denn diese Tausendsassas können eben beides . . .

Kleine & Linzenich brillierten einmal mehr mit ihren liebevoll zusammengestellten Kabinettstückchen zum Thema Liebe und der Knüller-Nummer von "Don Christo" mit seinen "zwölf Spinnern" beim Lieblingsitaliener in der "Trattoria Golgatha". Ein schöner Kontrapunkt dazu die Lieder der Wise Guys, die nicht nur die alte Tradition des perfekten mehrstimmigen Gesangs pflegen, sondern frisch und frech den Zeitgeist spiegeln.

Da werden "Anmachsprüche" karikiert, Sabrina Setlur und Britney Spears zitiert, und der Beatles-Hit "When I'm 64" kommt gleich auf Englisch, Kölsch und Sächsisch daher. Anrührend: Fred Kassens schönes altes Lied vom verlassenen Mann ("Es blieb von unserem Glück nur dein Parfüm zurück"). Ein gelungener Abend in gelungener Kombination.





vor 06.04.2009: Die WISE-GUYS-“Nordost-Mini-Tour”:

Die WISE GUYS vom 30.1. bis 3.2. auf "Nordost-Mini-Tour": Konzerte in Braunschweig, Büren (bei Paderborn) und Dresden; Auftritt in Berlin

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Wir gehen wieder auf Reisen - wenn auch nur für vier Tage: Den Auftakt unserer kleinen Tour machen wir am Dienstag (30. Januar) in Braunschweig in der Stadthalle (Leonhardplatz, Info unter 01805/953000); am nächsten Tag singen wir dann in Büren in der Nähe von Paderborn; Veranstaltungsort ist ebenfalls die Stadthalle (Fürstenberger Straße, Info unter 05258/930316 oder unter 02951/970174).
Am Donnerstag sind wir in Berlin, allerdings nicht für ein öffentliches Konzert, sondern als Gast bei der Auftaktveranstaltung zum "Jahr der Lebenswissenschaften", für das wir als Auftragskomposition einen Song geschrieben und bereits aufgenommen haben ("Höher Schneller Weiter"). Den Schlusspunkt setzen wir dann am 2.Februar 2001 in Dresden, wo wir zum ersten Mal konzertieren (im "Alten Schlachthof, Gothaer Str.11, Info unter 0351/315870).
Auch in den beiden folgenden Wochen werden wir ziemlich durch die Gegend gurken; erst nach Mainz und München, dann durch Norddeutschland. Genauere Infos und sicherlich die eine oder andere neue Foto-Story demnächst hier!

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