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Diskographie

Cover der CD Zwei Welten

Mit unserem neuen Album �Zwei Welten� wird f�r uns ein k�nstlerischer Traum wahr: Zwei CDs, unsere beiden Welten � und doch ein gro�es Ganzes! Der erste Teil erschien am 25. Mai 2012 und ist ein reines A-Cappella-Album. Der zweite Teil (Herbst 2012) beinhaltet zum Gro�teil die gleichen Lieder � in voll instrumentiertem Soundgewand, eingespielt von gro�artigen Musikern, eingesungen von uns.

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Albuminformationen

Kommentare zu den Songs von Dän und Eddi.

1. Die Sonne scheint mir auf den Bauch

Eddi: Als D�n uns diesen neuen Titel als Demo vorspielte, hatten wir anderen Vier direkt beim ersten H�ren passend zum Titel ein gutes Gef�hl im Bauch. Musikalisch erschien hier eine Art Funk-Pop mit Feelgood-Faktor, auf dessen Live-Auff�hrung wir uns sofort freuten. Was den Text angeht, f�hlen wir uns als Band ja anscheinend der Sonne verbunden, sicher auch als Bild f�r gute Laune und Lebensgenuss - was sich �ber die Jahre schon in dem einen oder anderen Titel wiederspiegelt (Lass die Sonne scheinen; Jetzt ist Sommer). Das findet hier eine zeitgem��e Fortsetzung. Sch�n, dass "der Neue" den Titel singt!
D�n: Was mir bei �Die Sonne scheint mir auf den Bauch� unter Anderem so gut gef�llt, ist der Umstand, dass dieser Song musikalisch und textlich wirklich exakt die Stimmung widerspiegelt, in der ich ihn geschrieben habe.

2. Zwei Welten

D�n: Dass unser Projekt der zwei Alben � eines mit, eines ohne Instrumente � �Zwei Welten� hei�en soll, war f�r uns schon beschlossene Sache, als gerade erst die Idee zu der ganzen Geschichte geboren worden war (das war �brigens schon im Kreativblock zum letzten Album, "Klassenfahrt"!). Dass aus diesem Namen auch ein klassischer �Titelsong� f�r unser Album hervorgehen w�rde, stellte sich erst viel sp�ter heraus.
Die �zwei Welten� beziehen sich f�r uns auf diverse Themen: Da ist nat�rlich zun�chst das Grundkonzept der CD, zw�lf Titel in den beiden verschiedenen Versionen (a cappella und instrumentiert) zu produzieren. Dabei schlie�t sich f�r uns der Kreis, dass wir urspr�nglich als Band angefangen haben. Das war noch zu Schulzeiten. Zur reinen A-cappella-Band wurden wir ja erst viele Jahre danach.
Eddi und ich komponierten unsere Lieder aber auch sp�ter immer so, als w�rden wir einen voll instrumentierten Popsong schreiben. Manchmal war es dann ein wenig ern�chternd, Lieder, die wir zum Beispiel vor unserem �geistigen Ohr� mit Klavierbegleitung oder einer sch�nen Akustikgitarre geh�rt hatten, immer wieder �nur� in der Vokalfassung realisieren zu k�nnen. Mit dem Albumprojekt �Zwei Welten� wird f�r uns ein Traum wahr � endlich h�ren (und pr�sentieren) wir unsere Songs einmal auch in perfekt instrumentiertem Gewand.
Der Song �Zwei Welten� besteht auch musikalisch aus zwei Welten. Das ist allerdings eher Zufall: Ich hatte den Song getextet und (mit dem Refrain in der vorliegenden Fassung) auch komponiert. Beim gemeinsamen Anh�ren der Demoversion stellte sich bald heraus, dass der Refrain bei der Band und beim Produzenten viel besser ankam als Strophen und Mittelteil. Da ich nicht wusste, wie ich diese beiden Teile ver�ndern sollte, legte ich deshalb deren Neukomposition in die H�nde von Eddi und Erik. Das Ergebnis begeisterte dann alle. Es ist der erste Song in unserer Geschichte, bei dem Strophen und Refrain komplett aus getrennter Feder stammen. Die Mischung finden wir sehr reizvoll. Und es passt nat�rlich perfekt zum Text!
Inhaltlich sehen wir die beiden Welten auch in dem klassischen Kontrast dessen, was man fr�her erste und dritte Welt genannt hat. Ber�hrungspunkte sind f�r uns ja ganz besonders durch unsere Patenschaft f�r die beiden MISEREOR-Projekte in Indien und S�dafrika gegeben. 2013 werden wir erneut auf eigene Kappe nach Delhi reisen, Spendengelder �berbringen und hoffentlich allgemein noch mal Aufmerksamkeit auf die Stra�enkinder-Thematik lenken. Dass das Leben der Kinder dort wirklich eine andere Welt ist, haben Eddi, Sari und Ferenc bei der ersten Reise 2005 schon auf beeindruckende Weise erlebt. Wir sind alle sehr gespannt auf unsere Reise!
Das Titelthema umfasst z. B. auch unseren Spagat als Musiker und Privatleute (�Papas�), der uns (und unser Umfeld) bisweilen ganz sch�n fordert. Der �bergang von der einen in die andere �Welt� ist nicht immer ganz einfach.
Und es geht um die beiden Welten, die man f�r sich selbst wahrnimmt: Die Innere, die eigenen Gedanken, der eigene kleine Kosmos � und das �gro�e Ganze�, von dem man ja manchmal das Gef�hl hat, dass es v�llig aus den Fugen ger�t � diese bisweilen unangenehm verr�ckte Welt, in der wir alle leben und in der wir uns immer wieder zurecht finden m�ssen... All diese Themen sehen wir in diesem Lied, vielleicht seht ihr darin noch andere.

3. Ich bin aus H�rth

D�n: Seit dem Song �Hamlet� von unserem letzten Album �Klassenfahrt� war und ist unser HipHop-Duo �Aggro H�rth� bei unseren Fans und uns selbst gleicherma�en hoch im Kurs. H�chste Zeit also, die Karriere der beiden leicht frustrierten, aber theaterbegeisterten Vorstadt-Rapper neu zu befeuern. Hier erf�hrt der geneigte H�rer alles �ber die Wurzeln unserer beiden Freunde Nils und Sari alias �Soulsprotte� und �MC Deutschmark� aus H�rth. Eine leichte Jugend haben beide definitiv nicht, denn sie leben in einer Welt, die sie gerne ein bisschen ghettom��iger h�tten. Aber man wird das Gef�hl nicht los: Fortsetzung folgt! Denn zum Gl�ck gibt es ja die klassische Literatur und das Theater...
�brigens hatte ich den Song mit R�diger als Demoversion aufgenommen und nat�rlich auch gerappt. M�ge diese Fassung niemals �ffentlich werden! Sari war im allerersten Versuch schon locker drei Klassen besser als ich.
Eddi: Der Auftritt von "Aggro H�rth" ist durchaus eines der Highlights auf unseren Konzerten. Jedenfalls macht es uns F�nfen immer diebischen Spa�, mit Hilfe dieser saucoolen Mucke mal eine ganz andere Seite rauszulassen, die besonders in Nils und Sari zu schlummern scheint. Nicht zuletzt deswegen freuen wir uns tierisch �ber die Fortsetzung der "Aggro-H�rth"-Saga, gerade mit diesem genialen Video.

4. Ich wei� nicht, was ich will

D�n: Es sind im Laufe der letzten Jahre ein paar Wise-Guys-Lieder entstanden, in denen sich viele Leute inhaltlich ganz und gar wiederzufinden scheinen. Manche sagen sogar Dinge wie �Ihr habt echt ein Lied f�r jede Lebenslage!� (was erwiesenerma�en nicht ganz korrekt ist). Aber dass es bisweilen nicht ganz so trivial ist, Entscheidungen zu treffen, werden wohl viele Menschen best�tigen k�nnen. Nils liefert am Ende dieses Songs zum Gl�ck die Diagnose mit, warum ihm das Entscheiden so schwerf�llt.
�brigens muss ich zugeben, dass es ausgerechnet Onkel Dagobert war, der mich sozusagen schon vor vielen, vielen Jahren zu diesem Lied inspiriert hat. In einem seiner Geldspeicher h�ngt n�mlich � sch�n eingerahmt � der Spruch: �Lieber reich und gesund als arm und krank!�, und dieser Satz hat mich als Kind schon in seiner logischen Klarheit fasziniert.
Musikalisch kommt das Lied im lockeren Pop-Reggae-Gewand daher. Denn eines ist ja wohl klar: Wenn man sich schon nicht entscheiden kann, dann sollte man das wenigstens leicht nehmen.

5. Lauter

D�n: Musikalisch f�hrt �Lauter� vielleicht die beiden Songs �Jetzt und hier� sowie �Du bist die Musik� weiter... ein Umstand, der mir erst aufgefallen ist, als der Song schon lange fertig war. Witziger Weise �funktioniert� dieses Lied tats�chlich nach dem Motto, �je lauter desto besser!�... Uwe hat uns damit mal im Studio richtig die Ohren weggeblasen, und erst dann entfaltet der Song seine ganze Wirkung. Zum Text: Es gibt diese Abende... und es sind fast immer die, von denen man vorher am wenigsten erwartet hat. Aber auf einmal wird man gepackt und erfasst von einer Stimmung, einfach mal alles rauszulassen, nicht gro� nachzudenken, ganz und gar in dem Moment aufzugehen. Und das kann so richtig, richtig guttun. Manchmal h�ngt ein solcher Abend stark davon ab, mit welchen Menschen man unterwegs ist... und ob jemand da ist, der einen mitrei�t und aus der Passivit�t und Lethargie herausholt. Und den Lautst�rkeregler richtig aufrei�t.

6. Tanzen im Regen

D�n: �Tanzen im Regen� ist musikalisch einer meiner Top-Favoriten auf dem Album. Ich darf das so offen schreiben, da die Musik nicht von mir ist, sondern von Eddi und Erik. - Zu Beginn des dritten Kreativblocks f�r das Album hatte ich den beiden einige fertige Texte angeboten, die sozusagen zur Vertonung bereit standen. Ihre Wahl fiel auf diese Geschichte vom ekstatischen Ende einer langen D�rrezeit.
Ich wei� noch genau, dass Eddi mir sp�ter eine erste, sehr vorl�ufige Fassung von �Tanzen im Regen� vorstellte, die mich ein wenig ratlos zur�cklie�. Ich wusste nicht genau, was f�r ein Lied da entstand, zumal er mich immer wieder darauf verwies, dass es am Ende �ganz anders� klingen werde.
Im Verlaufe des Kreativblocks produzierten Eddi und Erik dann eine instrumentierte Fassung, die mich beim ersten H�ren schon elektrisierte. Manchmal f�llt es mir schwer, einen Text aus der Hand zu geben und dann sozusagen tatenlos zusehen zu m�ssen, was jemand Anderes dazu komponiert. Aber �Tanzen im Regen� finde ich musikalisch brutal gut, und ganz nebenbei haben die beiden in der Komposition den Spannungsaufbau des Textes besser umgesetzt, als ich das jemals hinbekommen h�tte.
Eddi: Danke! zwinker

7. Deutsche Bahn

D�n: Wenn wir keine richtige Tour haben, sondern nur ein einzelnes Konzert (zum Beispiel in Berlin), dann nehmen wir aus diversen Gr�nden gerne mal die Bahn. Das werden wir trotz allem auch in Zukunft tun � nicht zuletzt aus Dankbarkeit f�r die immer wieder neue, sich st�ndig wiederholende Inspiration, die dieses Lied m�glich gemacht hat. Der Song wirkt lustig, obwohl er inhaltlich � und das k�nnen sogar wir als Gar-nicht-mal-sooooo-oft-Bahnreisende schon bezeugen! � praktisch GAR nicht �bertrieben ist. Null!
Das Erste, was ich bei diesem Song im Kopf hatte, war die Titelzeile �sss�nk ju f�r tr�wweling wisssssss Deutsche Bahn!� � auch musikalisch. Dieseso genannte Hook Line hatte sich so hartn�ckig in meinem Kopf festgesetzt, dass ich mich ohne Z�gern an die Arbeit begab, obwohl es ja durchaus ein wenig risikobehaftet war, ein Lied �ber die allseits bekannte und vielbedichtete Fehlbarkeit der Bahn zu schreiben. Es gibt ja sogar ein Buch gleichen Titels. Aber die Sache machte einfach zu viel Spa�, ich war nicht mehr zu bremsen. Es gab und gibt so viele Dinge, die bei der Bahn schieflaufen, dass ich eine weitere komplette Strophe auf Eis legen musste, weil das Lied sonst zu lang geworden w�re. Mittlerweile gibt es �berlegungen, dass ich bei jeder neuen Pannenserie der Deutschen Bahn einfach flexibel reagieren und jeweils neue Strophen schreiben soll. Mal schauen.
Auch der Jazz-Pop-Stil des Songs war nicht geplant, sondern �ergab sich so�. Wer aber darin eine bewusste und gezielte R�ckw�rtsgewandheit im Kompositionsstil erkennen will: Bittesch�n.
Eddi: Eine Textzeile hei�t: "Aber bitte bitte behalten Sie uns lieb" - ich finde, darin kommt etwas Wichtiges zum Ausdruck. Im Ernst! Und zwar: Der ganze Verein Deutsche Bahn liegt uns trotz seiner leicht erkennbaren M�ngel doch irgendwie am Herzen. Jedenfalls tut das die Idee des Bahnfahrens - schon deswegen, weil sie immer noch die umweltschonendste Art des Reisens darstellt.

8. Nach Hause

D�n: In der Musik von �Nach Hause� steckt jede Menge Herzblut. Die Musik dieses Liedes war der Soundtrack meines Sommers 2011 (so wie �Tief im S�den� mich durch den Sommer des Jahres davor verfolgt hat...): Ich habe mir das Lied immer und immer wieder im Kopf vorgespielt - und nat�rlich st�ndig geringf�gige Ver�nderungen vorgenommen.
Wenn man �ber viele Wochen an der Musik eines einzelnen Liedes rumbastelt, ist es besonders spannend, wenn man den Song dann schlie�lich seinen Bandkollegen und dem Produzenten vorspielt. Diesen Moment im Studio im September 2011 werde ich nie vergessen, denn Nils und Ferenc hatten beim H�ren sogar Tr�nen in den Augen. Ich habe noch nie so eine starke Resonanz der Band auf eine Demoversion erhalten. Ein tolles Erlebnis f�r mich.
Den Text m�chte ich gerne nicht weiter interpretieren oder �erkl�ren�. Es ist mir wichtig, dass sich jede H�rerin und jeder H�rer sozusagen ihren oder seinen eigenen, pers�nlichen Reim darauf macht. Dass das wirkliche �zu Hause� eben nicht unbedingt immer nur eine Postanschrift ist, d�rfte sowieso den meisten Menschen klar sein. Home is where the heart is, oder so �hnlich.

9. Sch�nen guten Morgen

D�n: �Sch�nen guten Morgen� lebt nat�rlich musikalisch gesehen auch von dem scharfen Kontrast zwischen den Strophen und dem Refrain. Es hat uns sehr viel Spa� gemacht, die lieblichen Strophen gegen den rockigen Kehrvers zu setzen. Es ist eines der Lieder, an denen ich �schon seit Jahren gearbeitet� habe (so die gut klingende Version. Ich k�nnte auch sagen: Der Song blieb immer wieder monatelang liegen!). Theoretisch h�tte das Lied schon auf dem Album �Wo der Pfeffer w�chst� landen k�nnen � oder auf einer der CDs danach. Aber irgendwie fehlte mir immer der Dreh zwischen den beiden unterschiedlichen Songteilen. Beim Kreativblock auf Borkum war es dann endlich so weit. Ironischer Weise stellte sich sp�ter Eddi als der am besten geeignete Leads�nger f�r diesen Titel heraus � dabei ist er ein ausgesprochener Fr�haufsteher! Aber wie dem auch sei: Dieser Song wird hoffentlich das weltweite Ansehen der Langschl�fer deutlich verbessern. Und die morgensjederzeitfitten Augenbrauenhochzieher sollten mal abends bis zwanzig vor elf auf der B�hne stehen und gegen halb eins adrenalinverseucht ins Hotel kommen... dann m�chte ich am n�chsten Tag deren morgendliche Frische vor sieben mal live erleben! zwinker
Eddi: Sp�testens, seit wir das Video zu diesem Lied gedreht haben, entwickelt sich dieser Song zu einem meiner Lieblingstitel auf der "Zwei Welten". Die aggressive Energie des Sp�taufstehers, der sich gegen die �berfr�hlichen Fr�haufsteher wehrt, macht mir einfach Spa�, auch wenn ich faktisch bei uns oft als Erster aufstehe.

10. Mein Nachbar ist ein Zombie

D�n: �Zombie� ist ein Lied, von dem ich nicht mehr wei�, wie ich darauf gekommen bin. Es waren aber keine illegalen Drogen im Spiel. Vielleicht ist der Song auch gar nicht so abgefahren, denn haben wir nicht alle irgendwie einen Zombie in der direkten Nachbarschaft wohnen?
Eddi: Ich pers�nlich glaube, dass D�n einfach zu viele Zombie-Spiele auf seinem iPad gespielt hat. Apropos: Vielleicht kommt ja irgendwann einmal der "App zum Song"... Wer uns auf der B�hne mit "Schiller" (Thriller) gesehen hat, versteht vielleicht, warum wir uns jetzt schon auf die Inszenierung dieses Songs freuen!

11. Das war nicht geplant

D�n: Auch bei diesem Titel war zun�chst die Musik da, zumindest die Strophen. Beim Refrain entstanden Musik und Text in etwa zeitgleich. Es passte schnell sehr gut zusammen, dass der Protagonist im Refrain so stark z�gert und mit Pausen �spricht�, ehe er die entscheidenden Worte �ber die Lippen bringt. Die Themen oder die Geschichte des Songs sind vielen Menschen bekannt. Einerseits ist es das Ph�nomen, dass man sich pl�tzlich in jemanden verlieben kann, den man vorher schon lange gut kannte, ohne dass man sich auch nur ansatzweise h�tte vorstellen k�nnen, dass einmal mehr daraus wird. Und andererseits ist es die ewige Frage, ob M�nner und Frauen befreundet sein k�nnen, ohne dass nicht zumindest einer irgendwann mehr will als nur Freundschaft. Der Film �Harry und Sally� ist ja nicht zuletzt auch wegen dieser Thematik zum Kultfilm geworden. Ein Happy End gibt es in diesem Song allerdings nicht � oder besser: Nur vielleicht.

12. Tief im S�den

D�n: �Tief im S�den� ist musikalisch und textlich einer meiner Lieblingssongs auf �Zwei Welten�. Die Refrain-Endzeile, also wirklich nur die Worte und die Melodie an der Stelle �tief im S�den�, fiel mir vor �ber drei Jahren in S�dfrankreich ein � ebenso wie die Grundidee, diese Entdeckung einer gewissen Langsamkeit und Unaufgeregtheit. Seitdem habe ich den Song immer wieder, St�ck f�r St�ck, weiterentwickelt. Im Sommer 2010 kam dann der Feinschliff. Das Lied ist also eigentlich mit der selben Ruhe und Gelassenheit entstanden, von der es auch handelt. Und ich hoffe, dass man das dem Song anh�ren kann.
Eddi: Ich liebe diesen Song. Egal ob man die Entspanntheit des S�dens nur aus Erz�hlungen kennt oder gerade noch selber da war, ich glaube, durch dieses Lied wird in Jedem eine tiefe Sehnsucht nach Entschleunigung und nach W�rme zum Schwingen gebracht.
Ich h�tte die Melodie �brigens gerne selber gesungen, aber D�n hat die Tiefe des Textes einfach besser transportiert. Der Sack. zwinker

13. Irgendwer wird immer meckern

D�n: Ferenc� Song auf der �Zwei Welten� kommt diesmal als Reggae daher. Es hat viel Spa� gemacht, das Lied zu schreiben. Dass sich �Meckern und motzen� so sch�n auf �kleckern und klotzen� reimt, hat nicht unwesentlich zu diesem Umstand beigetragen.
Bei aller Leichtigkeit, die diesen Song ausmacht, ist das Thema f�r mich durchaus ernst und wichtig. Der Satz, dass man es nie Allen recht machen kann, erh�lt f�r mich n�mlich immer mehr G�ltigkeit. Das erleben wir nat�rlich als Band immer wieder, aber auch als �Chefs� in unserem kleinen Unternehmen oder selbstverst�ndlich auch als Privatleute. Manchmal ist es frustrierend, wenn man im Leben verschiedene Optionen hat, wie man sich verhalten kann, aber eigentlich vorher schon wei�, dass irgendjemand unzufrieden mit der Entscheidung sein wird � wie auch immer sie ausfallen mag.
Sich von der Kritik oder dem �Gemecker� anderer Leute nicht leiten zu lassen, ist schwierig. Aber ich denke, man muss es immer wieder versuchen.
Eddi: Uns ist (wirklich konstruktive) Kritik Black english babe sucks cock for facialsogar wichtig; ich erkenne sie meist daran, dass ich pers�nlich angesprochen werde von jemandem, der oder dem unser Weg erkennbar am Herzen liegt. Das ist etwas ganz Anderes als quasi-anonymes "Meckern oder Motzen", das wir mit zunehmendem Erfolg nat�rlich auch immer �fter erleben, das aber an uns abperlt wie Regenwasser an einem Ostfriesennerz.

14. Mein Morgen am Meer

D�n: Die Musik entstand in einem Strandkorb an der Nordsee... dazu gibt es auf unserer Seite sogar einen Videoblog. Ich bin ja bekannterma�en nicht so unbedingt der freiwillige Fr�haufsteher. Daher habe ich es auch noch nicht so wahnsinnig oft geschafft, in aller Herrgottsfr�h den Strand entlang zu laufen. Vor einiger Zeit musste ich auf Borkum aber mal meinen Bruder zur F�hre bringen, der uns im Kreativblock besucht hatte. Anschlie�end, es war vielleicht halb sieben, erlebte ich dann ziemlich genau das, wovon der Song erz�hlt. Was lernen wir daraus? Morgenstund� hat Gold im Mund. Der Text von �Sch�nen guten Morgen� ist allerdings genau so wahr.

15. Schei�e Schei�e Schei�e

D�n: Seit einigen Jahren ist bei fast jedem Album ein Song dabei, den ich innerhalb von nur ungef�hr ein bis zwei Stunden schreibe � w�hrend ich f�r manche anderen Lieder Wochen oder sogar Monate brauche. Auf der �Zwei Welten� ist es die 40er-Hymne, die mir beim Duschen einfiel (keine Ahnung, warum!) und die ich dann danach praktisch nur noch aufschreiben musste. Der Song ist neben �Deutsche Bahn� der einzige bereits 2011 live-erprobte Titel des neuen Albums.
�brigens ist der Text hemmungslos �bertrieben. Das Einzige, woran ich merkeFirst date with Asian babe turns into an amazing fuck fest, dass ich alt w�re, ist, dass ich meine Brille abnehmen muss, wenn ich etwas nah lesen m�chte. �Sich-nichts-merken-k�nnen� konnte ich fr�her schon.
Eddi: In Wirklichkeit merkt man ihm das Alter schon ziemlich deutlich an. Bei mir ist das nat�rlich ganz was Anderes.
Moment - was noch mal?

16. Jetzt ist deine Zeit

Eddi: Seit ich 2009 den spirituellen Lehrer Isaac Shapiro kennenlernte, fasziniert mich die Tatsache, dass wir immer nur Eines haben: N�mlich die Erfahrung dieses Augenblicks. Jetzt. Und dann haben wir die Aufmerksamkeit, die wir auf diesen Augenblick legen k�nnen und auf das Genie�en. Oder eben nicht... ich jedenfalls bin ziemlich oft mit meiner Aufmerksamkeit eigentlich "in Gedanken" und damit ganz woanders als im Genie�en des Jetzt. (�ber all das entsteht gerade ein Buch, das im August beim Kreuz-Verlag erscheinen wird.)

Bei unserer winterlichen Kreativzeit im Januar 2010 in der Eifel fielen drau�en die Schneeflocken, und ich experimentierte damit, welche Musik entsteht, wenn ich nicht dar�ber nachdenke, sondern einfach nur den Moment genie�e und dabei Keyboard oder Gitarre spiele und singe. Heraus kamen Quinten, Textfragmente, eine Melodie - das Grundger�st von "Jetzt ist deine Zeit". Die Musik war schnell fertig geschrieben, aber das Ausformulieren des Textes dauerte seine Zeit: Ich habe �ber fast zwei Jahre lang immer wieder �ber diesen paar Zeilen gebr�tet. Ist leider nicht meine St�rke... D�n hat mir schlie�lich dabei geholfen, den Song fertig zu schreiben.
Ich mag Liedtexte, die viele Interpretationsm�glichkeiten offen lassen. Deshalb hat es mich gefreut, dass unser Produzent Uwe ganz andere Assoziationen mit dem Text verband als ich: Er dachte unwillk�rlich an jemanden, der eine fatale Diagnose erhalten hat und nun den Rest seines Lebens intensiv genie�t.
Es hat sich ergeben, dass zwei ungew�hnliche Songs den Rahmen unserer neuen CD bilden - "Zwei Welten" (nach dem Auftakt durch "Die Sonne scheint mir auf den Bauch") und "Jetzt ist deine Zeit". Wir hoffen, dass ihr, unsere H�rerinnen und H�rer, euch nicht nur bei diesen, sondern bei vielen Songs der "Zwei Welten" euren eigenen Reim macht; und dass unsere Musik in eure Welt flie�t und so zwei Welten zusammenfinden - unsere und eure.

Trackliste

Die Sonne scheint mir auf den Bauch

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Zwei Welten

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Ich bin aus H�rth

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Ich wei� nicht, was ich will

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Lauter

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Tanzen im Regen

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Deutsche Bahn

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Nach Hause

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Sch�nen guten Morgen

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Mein Nachbar ist ein Zombie

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Das war nicht geplant

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Tief im S�den

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Irgendwer wird immer meckern

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Mein Morgen am Meer

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Schei�e Schei�e Schei�e

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Jetzt ist deine Zeit

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